Meine Lesehistorie:
10 Fragen zu 10 Büchern

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Auf einem meiner Lieblingsblogs, Kaffeehaussitzer (www.kaffeehaussitzer.de), bin ich auf die nachfolgende außergewöhnliche Fragenliste gestoßen, die von Sätze & Schätze (www.saetzeundschaetze.com) bereits im letzten Jahr zusammengestellt wurde. Da diese Frageaktion sehr erfolgreich war, haben Sätze & Schätze sie 2016 reaktiviert. Und da bin ich natürlich dabei, denn ich beantworte Fragen zu Büchern immer gerne – und recht schnell, doch hier bin ich ziemlich ins Grübeln geraten. Obwohl die Fragen auf den ersten Blick ziemlich einfach anmuten, sind sie alles andere als das, denn sie betreffen spezielle Bücher, die ein wichtiger Teil meines Lebens waren bzw. immer noch sind. Diese ganz besondere Auswahl zu treffen, ist mir schwergefallen, insbesondere da ich bei jeder Frage nur ein Buch nennen durfte. Aber nachdem ich meine Lesehistorie nochmals intensiv reflektiert habe, war ich überrascht, welche Schätze ans Licht kamen.

1. Das erste Buch, das ich bewusst gelesen habe

Das war gleich eine ganze Buchreihe: Professors Zwillinge von Else Ury. Ich habe jeden einzelnen der fünf Bände geliebt: Bubi und MädiIn der WaldschuleIn ItalienIm Sternenhaus und Von der Schulbank ins Leben. Mein Lieblingsroman war In Italien: Ich war von Urys pfiffigen Zwillingen, der wunderbaren Geschichte und vor allem von Italien, das mir so exotisch und lebendig erschien, so begeistert, dass ich gleich meine Koffer packen und nach Italien reisen wollte (ich war allerdings noch zu klein und musste mich daher dann leider noch etwas gedulden :-)). Es freut mich im Übrigen ganz besonders, dass alle fünf Romane als Sammelband wieder im Handel erhältlich sind, denn Urys Bücher sind auch ein Lesegenuss für die heutigen Kids.

2. Das Buch, das meine Jugend begleitete

Bei dieser Frage musste ich nicht lange überlegen. Es war definitiv Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas. Diesen Abenteuerroman habe ich verschlungen und auch heute noch zählt er für mich zu den großartigsten Klassikern, die je geschrieben wurden. Die tragische Geschichte des französischen Seemanns Edmond Dantes, der durch eine teuflische Intrige 14 Jahre unter unmenschlichen Bedingungen im Kerker von Châteu d’If verbrachte und nach seiner Flucht als vermögender, mysteriöser Graf von Monte Christo zurückkehrt, um Rache zu nehmen, ist eine Erzählung der Superlative. Liebe, Moral, Verrat und Vergeltung sind die Themen, die diesen Roman dominieren. Aber Dumas stellt auch existentielle Fragen: Was bleibt uns am Ende, wenn unser Leben allein von Rache bestimmt war? Kann Liebe diese Manie durchbrechen? Genau dieser Aspekt ist es auch, den ich an Dumas‘ Romanen (Die drei Musketiere, Die Bartholomäusnacht, Die schwarze Tulpe u.v.m.) so sehr mag. Im Übrigen habe ich auch viele Verfilmungen des Klassikers gesehen: Unübertroffen ist für mich bis heute Richard Chamberlain in der Titelrolle, da er meines Erachtens alle Facetten dieses vielschichtigen Protagonisten zutage bringt.

3. Das Buch, das mich zur Leserin machte

Das war Jane Eyre von Charlotte Brontë. Dieser viktorianische Roman, den ich zufällig in unserer Stadtbibliothek entdeckte, hat mich begeistert. Ich war berührt und gefesselt zugleich vom tragischen Lebensweg der klugen, zurückhaltenden und unbeugsamen Waise Jane Eyre, die nach dem Tod ihrer Eltern zunächst von ihrer Tante schikaniert und dann schließlich auf dem Internat Lowood die Demütigungen des sklavischen Schulleiters erdulden muss, bis man ihr schließlich eine Position als Lehrerin gewährt. Doch Jane ist rastlos, gibt ein Inserat auf und nimmt schließlich eine Stelle als Gouvernante auf Thornfield Hall, dem düsteren Landsitz von Edward Rochester, an. Arrogant, zynisch und verbittert – Janes erster Eindruck von ihrem neuen Arbeitgeber lässt sie nichts Gutes erwarten, aber trotz alledem verliebt sie sich in ihn. Doch Rochester und Thornfield Hall bergen ein schreckliches Geheimnis, das Jane zwingt, alles aufzugeben, was ihr etwas bedeutet…

Herzbewegend, romantisch und schauerlich – eine perfekte Mischung für meinen Geschmack. Die britische Autorin Charlotte Brontë, die den Roman 1847 zunächst unter ihrem männlichen Pseudonym Currer Bell veröffentlichte, zählt zu den bedeutendsten literarischen Vorreiterinnen für weibliche Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Ihre unkonventionelle Protagonistin Jane Eyre, die ihrer Zeit trotzt und für ihr Recht auf Eigenständigkeit kämpft, war in der damaligen Zeit eine kleine Sensation. Auch Janes männliches Pendant, Edward Rochester, ist ein unabhängiger Geist, der sich wenig um die rigiden gesellschaftlichen Regeln der damaligen Zeit schert und in seiner Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit der typische Byron’sche Held ist.

Dieser Klassiker ist einer meine All-Time Favourites, die ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder gerne lese.

4. Das Buch, das ich am häufigsten gelesen habe

Owen Meany von John Irving. Dies liegt aber nicht nur daran, dass ich meine Staatsexamensarbeit über diesen großartigen amerikanischen Schriftsteller geschrieben habe. Auf Irving und seine Werke bin ich in einem Hauptseminar über zeitgenössische amerikanische Autoren gestoßen. Gottes Werk und Teufels Beitrag und Owen Meany standen auf dem Leseplan. Ich fand beide Werke brillant, doch Owen Meany hat mich von der ersten Seite an gepackt, der Roman hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht wie kein anderes Buch zuvor. Was also macht diese Geschichte so einzigartig? Es ist nicht nur die ungewöhnliche Freundschaft der beiden Protagonisten, die berührt: John Wheelwright, Mayflower-Spross und unehelicher Sohn einer exzentrischen Mutter, und Owen Meany, der liebenswerte Kleinwüchsige mit der hohen Stimme, der nicht nur aufgrund seiner Initialen sehr an Oskar Mazerath aus Grass‘ Die Blechtrommel erinnert. Die enge Bindung der beiden hat sogar dann noch Bestand, als Johns Mutter durch einen tragisch-verunglückten Baseballwurf von Owen ums Leben kommt. Der oftmals altkluge und weise Owen ist es, der dem vaterlosen John die Augen für viele Dinge öffnet und für ihn der wichtigste Mensch in seinem Leben wird.

Irvings Roman ist darüber hinaus ein schonungsloses Porträt des mythisch-verklärten Selbstverständnisses der Amerikaner, das sie zu einer leichten Beute für berechnende Politiker macht, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Der Autor setzt hier zunächst in den 60er Jahren an: Als der faszinierend-mitreißende John F. Kennedy eine Wiederbelebung des unter Nixon lethargisch gewordenen Amerikas und einen glorreichen Neuanfang verspricht, jubeln ihm alle zu. Auch John und Owen sind da keine Ausnahme. Erste moralische Risse bekommt das Bild des heldenhaften Strahlepolitikers, als beide von der angeblichen Affäre JFKs mit Schauspielikone Marilyn Monroe erfahren, die später auf tragische Weise ums Leben kommt. Auch der in den Fokus rückende Krieg in Vietnam tut sein Übriges dazu. Für Owen ist Marilyn die Verkörperung Amerikas: Geblendet durch den äußeren Schein eines immerwährenden Jugendideals und die magnetisierende Anziehungskraft eines kalkulierendes Machtapparates, scheitert sie schließlich an der Realität, die sie zerstört.

Auch in den 80er Jahren ist keine Einsicht und Reflektion zu erkennen. Mit Ronald Reagan hat man einen Präsidenten gewählt, der das Cowboy-Ethos wiederbelebt und die kritikresistente „My-country-right-or-wrong“-Maxime reaktiviert. John Wheelwright, mittlerweile Literaturdozent, bleibt nur noch eine Option: Das kanadische Exil. Doch auch dort gelingt es ihm nicht, sein Land abzuschütteln – das Dilemma, Amerikaner zu sein, wird sich für ihn nie auflösen…

Owen Meany ist ein wunderbarer, witziger, trauriger und tiefgreifender Roman, der gerade in der heutigen Zeit erschreckend aktuell ist.

5. Das Buch, das mir am wichtigsten ist

Das ist mit Abstand Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Mit seinem Protagonisten Jay Gatsby ist Fitzgerald eine einzigartige Romanfigur gelungen, die auf den ersten Blick die Verkörperung des American Dream zu sein scheint. Jung, gut aussehend und erfolgreich hat sich Gatsby, der Junge aus ärmlichen Verhältnissen mit zweifelhafter Herkunft, einfach neu erfunden. Aber trotz seines unermesslichen Reichtums ist die innere Leere geblieben wie auch die Hoffnung auf Liebe, die er mit Daisy zu finden glaubt. Doch die Frau seiner Träume ist oberflächlich und wählt ihre Männer nach Reichtum und gesellschaftlichem Standing aus. Ein trauriges Fazit, dass er bis zum Ende nicht ziehen will, sondern sich lieber an die Traumvorstellung klammert, die er von Daisy hat. Dies markiert für Gatsby den Anfang vom Ende, denn wie der einst auf bodenständigen moralischen Fundamenten basierende amerikanische Traum, der von Geld und Macht korrumpiert wurde, so scheitert auch Gatsby letztlich an seiner verklärten Sicht eines Traums von Liebe, den die Wirklichkeit längst eingeholt hat.

Fitzgeralds einzigartiger Sinn für Sprache, sein außergewöhnlicher Erzählstil und seine unvergleichlichen Protagonisten zeichnen ihn als exzellenten, kritischen Chronisten des Jazz Age aus. Kein anderer fing den Zeitgeist der wilden 20er Jahre, die Blütezeit des künstlerischen Schaffens, die von wirtschaftlichem Wohlstand geprägt war, so gekonnt ein wie Fitzgerald. Niemand ging mit der moralischen Dekadenz, dem damit einhergehenden Werteverfall und der zunehmenden Sinnleere härter ins Gericht als dieser beeindruckende Autor, der die pervertierte Interpretation des amerikanischen Traums von Luxus und Überfluss der Schönen und Reichen dieser Zeit schonungslos offenlegte. Was seine Werke zeitlos macht, ist seine Sicht der menschlichen Natur, für die Erfolg und Geld zu den wichtigsten Maximen geworden sind, die die Sinnleere der Schnelllebigkeit füllen sollen. Dies hat sich – damals wie heute – als Trugschluss erwiesen.

6. Das Buch, vor dem ich riesigen Respekt habe

Hamlet von William Shakespeare, denn meines Erachtens ist es das vielschichtigste der gesamten Shakespeare-Dramen. Wir haben es in der Schule und an der Uni gelesen, und jedes Mal nach Lektüre habe ich einen neuen Aspekt entdeckt, den ich vorher nicht wahrgenommen hatte. So geht es mir heute noch: Wenn ich z. B. eine weitere Verfilmung des Klassikers sehe, lese ich das Drama erneut und finde mit Sicherheit wieder eine neue Facette.

Die Tragödie um den Dänenprinz Hamlet, der den Mord an seinem Vater um jeden Preis rächen will, dabei über Leichen geht und sogar die Liebe seines Lebens zerstört, ist für mich neben Macbeth das Meisterwerk des englischen Barden. Hamlets ambige Beziehung zu seiner geliebt-gehassten Mutter, seine Verachtung gegenüber seinem Stiefvater und seine große Liebe zu Ophelia, die er seiner Rache opfert, sind nur einige Themensäulen dieses komplexen Dramas. Unter der Oberfläche gewährt uns Shakespeare aufschlussreiche Einblicke in das existentielle Dilemma eines Menschen, der an einem Wendepunkt seines Lebens angekommen ist und sich selbst verliert. Eine Tragödie derart tiefgreifend zu konzipieren, ist schon eine immense literarische Leistung Shakespeares, der ich allergrößten Respekt entgegenbringe. Hinzu kommt, dass seine Werke auch nach über 400 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren haben, denn seine Einschätzung der menschlichen Natur hat nach wie vor Bestand.

7. Das Buch, das meiner Meinung nach am meisten überschätzt wird

Das ist zweifellos Fifty Shades of Grey von E. L. James. Der Erfolg dieses völlig unspektakulären Romans ist mir absolut unverständlich. Die Protagonisten sind personifizierte Klischees, und die Geschichte ist alles andere als aufregend. Es ist mir daher völlig unerklärlich, warum man um diesen Roman einen solchen Hype veranstaltet hat. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, hat man ihn auch noch zum erotischen Roman stilisiert. Nur gut, dass Anaïs Nin und Henry Miller das nicht mehr mit erleben müssen.

8. Das Buch, das ich unbedingt noch lesen will

Death of the Black-Haired Girl, der letzte Roman des einzigartigen amerikanischen Schriftstellers Robert Stone, der leider 2013 verstorben ist. Ich habe alle seine Romane und Kurzgeschichten gelesen, sie begleiteten mich durch mein Studium. Sie haben mich schockiert, aufgerüttelt, entsetzt und mich aus der typisch amerikanischen „Alles-wird-gut“ Komfortzone herausgerissen. Stones Sicht der Conditio Humana ist nur schwer verdaulich, aber niemals ohne Hoffnung. Gerade deshalb ist die Lektüre seiner Romane wie Children of Light (Kinder des Lichts) Dog Soldiers (Unter Teufeln), Outerbridge Reach, A Flag for Sunrise, Damascus Gate (Das Jerusalem-Syndrom) u.v.m. für mich eine absolute Notwendigkeit.

Stone ist kein penetranter Mahner, sondern eher ein stiller Beobachter und leiser Erzähler, der uns den Verlust der Menschlichkeit und den kontinuierlichen Werteverfall in unserer Gesellschaft schonungslos darlegt. Manchmal ist es mehr, als wir ertragen können – und doch lesen wir weiter. Vielleicht weil wir auf den kleinen Hoffnungsschimmer warten, nach dem selbst die dunkelste Seele seiner Protagonisten unablässig sucht.

9. Das Buch, das mir am meisten Angst macht

Eigentlich machen mir Bücher keine Angst. Bei Meerjungfrau von Camilla Läckberg ist das allerdings anders. Ich hatte das Buch vor einigen Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen und vorher noch nie einen Roman der schwedischen Schriftstellerin gelesen. Es ist ein hochspannender Thriller bis zur letzten Seite – das allein kann mich nicht erschüttern, denn ich bin psychothrillererprobt. Allerdings hat es Läckbergs Erzählstil der zwei Handlungsstränge in sich: Im ersten entfaltet sich die aktuelle Handlung, der zweite (in kursiver Schrift) erzählt die Geschichte und den Hintergrund des Mörders und lässt den Leser in seine komplexe Psyche eintauchen.

Und genau dieser zweite Handlungsstrang hat mir wirklich Angst gemacht. Das Schicksal der Meerjungfrau und ihrer Familie ist sehr verstörend – ich konnte teilweise gar nicht fassen, was ich da lese. Die Monstruösität und Kaltblütigkeit der Menschen, die Läckberg hier in ihrer ganzen Dimension darlegt, sind wahrhaft furchterregend. Das ist das erste Buch, nach dessen Lektüre ich nicht schlafen konnte. Es hat mich allerdings nicht davon abgehalten, nach und nach alle anderen Romane von Camilla Läckberg zu lesen und ich muss sagen, dass sie mich in ihrer ganzen Diversität sehr beeindruckt haben. Für mich zählt Läckberg mittlerweile zu den besten zeitgenössischen Psychothriller-Autorinnen.

10. Das Buch, das ich gern selbst geschrieben hätte

Es gibt viele Romane, die ich gerne geschrieben hätte. Entschieden habe ich mich für Die weite Sargassosee von Jean Rhys. Dieser Klassiker hat meine Sicht auf einen meiner Lieblingsromane des Viktorianismus – Jane Eyre von Charlotte Brontë (siehe Frage 3) – grundlegend verändert, denn bis dato zählte der düstere Protagonist mit der romantischen Seele, Edward Rochester, in den Jane Eyre sich hoffnungslos verliebt, zu meinem favorisierten Byron’schen Helden. Dass er seine wahnsinnige Frau Bertha auf dem Dachboden seines Herrenhauses Thornfield Hall vor aller Welt versteckt hält, um sie vor sich selbst zu beschützen, erscheint nur verständlich, denn Bertha wird von Brontë als völlig außer Kontrolle geratene, gewalttätige Frau beschrieben, die Rochester das Leben zur Hölle macht.

In Die weite Sargassosee gibt Jean Rhys Rochesters wahnsinniger Frau eine Stimme und erzählt ihre tragische Lebensgeschichte, die sowohl Bertha als auch Rochester in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Als ich den Roman das erste Mal las, war ich von Jean Rhys‘ literarischer Ausdruckskraft sehr angetan: Sie ist eine geniale Erzählerin, die diese Vorgeschichte von Jane Eyre so brillant konzipierte, dass man als Leser das Gefühl hat, die beiden Romane seien parallel zueinander entstanden, obwohl dies nicht der Fall ist (Jane Eyre wurde 1847 veröffentlicht, Wide Sargasso Sea 1966).

Warum ich diesen Roman gerne geschrieben hätte? Allein die Idee, eine Vorgeschichte zu Jane Eyre zu schreiben, finde ich schon außergewöhnlich. Wie Rhys dies dann letztendlich literarisch umgesetzt hat, ist beispielhaft und äußerst beneidenswert. Sie hat nicht nur ein großartiges Psychogramm einer freiheitsliebenden, unangepassten und sinnlichen Frau des 19. Jahrhunderts erstellt, sondern ebenso ein gelungenes Seelenporträt Rochesters skizziert, das ungewöhnliche Einblicke in die männliche Gedankenwelt der damaligen Zeit eröffnet und dieser tragischen Figur eine ganz andere Dimension gibt. Das muss dieser großartigen Autorin erst mal jemand nachmachen.

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Vielleicht habt ihr ja auch noch Lust, bei dieser Aktion mitzumachen? Traut euch und nennt die Bücher, die euch beeinflusst, beeindruckt und im Leben begleitet haben.


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#liebu – Mein Lieblingsbuch

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Janine von Kapri-ziös hat mich auf diese außergewöhnliche Blogparade mit dem Titel Lieblingsbuch aufmerksam gemacht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Blogger von Lilienlicht, BücherKaffee und Teekesselchen. Weitere Informationen findet ihr unter http://lilienlicht.de/ankuendigung-blogparade-lieblingsbuch.

Gerne nehme ich an dieser schönen Aktion teil und stelle euch nachfolgend mein Lieblingsbuch vor:

F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby

Dieser Roman war der erste Klassiker der amerikanischen Moderne, der mich derart begeistert hat, dass ich nach und nach sämtliche Werke von F. Scott Fitzgerald gelesen habe. Sein einzigartiger Sinn für Sprache, sein außergewöhnlicher Erzählstil und seine unvergleichlichen Protagonisten zeichnen ihn als exzellenten, kritischen Chronisten des Jazz Age aus. Kein anderer fing den Zeitgeist der wilden 20er Jahre, die Blütezeit des künstlerischen Schaffens, die von wirtschaftlichem Wohlstand geprägt war, so gekonnt ein wie Fitzgerald. Niemand ging mit der moralischen Dekadenz, dem damit einhergehenden Werteverfall und der zunehmenden Sinnleere härter ins Gericht als dieser beeindruckende Autor, der die pervertierte Interpretation des amerikanischen Traums von Luxus und Überfluss der Schönen und Reichen dieser Zeit schonungslos offenlegte. Was seine Werke zeitlos macht, ist seine Sicht der menschlichen Natur, für die Erfolg und Geld zu den wichtigsten Maximen geworden sind, die die Sinnleere der Schnelllebigkeit füllen sollen. Dies hat sich – damals wie heute – als Trugschluss erwiesen.

Nick Carraway: Yale-Absolvent im neureichen West Egg

Der Erzähler des Romans ist Nick Carraway, ein junger Mann aus Minnesota, der im Sommer 1922 nach New York zieht, um dort als Wertpapierhändler Karriere zu machen. Er mietet ein Haus in West Egg/Long Island, eine recht unpopuläre Gegend, in der hauptsächlich Neureiche leben, die ihren Luxus ungeniert zur Schau stellen. Nicks Nachbar ist der undurchsichtige, megareiche Jay Gatsby, um dessen Herkunft sich zahlreiche Gerüchte ranken. Seine extravaganten, glamourösen Partys, die er auf seinem gigantischen Anwesen ausrichtet, sind legendär.

Familienbande der gehobenen Klasse

Nick fühlt sich wie ein Misfit, der eigentlich gar nicht dort hinpasst. Er hat einen Abschluss in Yale und darüber hinaus Verbindungen zur etablierten gehobenen Klasse in East Egg/Long Island, die über die Neureichen die Nase rümpft. Dort besucht er seine Cousine Daisy und ihren reichen Mann, Tom Buchanan, ein Studienkollege von Nick, und lernt außerdem Jordan Baker kennen, eine erfolgreiche Golferin und bildschöne Zynikerin. Jordan verrät Nick, dass Tom eine Geliebte namens Myrtle Wilson hat, die mit ihrem Mann in einer schäbigen Industriegegend, Valley of Ashes, lebt.

Der mysteriöse Nachbar auf Long Island

Eines Tages erhält Nick zu seiner großen Überraschung eine Einladung zu einer von Gatsbys Partys, wo er auch Jordan Baker wiedersieht, mit der er eine romantische Affäre beginnt. Und dann endlich trifft er auch den mysteriösen Gatsby, ein überraschend junger Mann mit englischem Akzent, der jeden „Old Sport“ nennt. Er lässt Nick durch Jordan ausrichten, dass er Daisy von früher kennt und sie seine große Liebe ist. Er möchte sie unbedingt wiedersehen und bittet Nick, ein Treffen zu arrangieren. Nick lädt Daisy zu sich zum Tee ein, erwähnt aber nicht, dass Gatsby auch dort sein wird. Als die beiden aufeinandertreffen, ist Daisy zunächst schockiert, aber ihre Gefühle für Gatsby erwachen erneut, und sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre.

Jay und Daisy: Eine schicksalhafte Verbindung

Doch das geheime Verhältnis der beiden bleibt nicht lange unentdeckt. Daisys gewalttätiger, misstrauischer Mann Tom schöpft bei einem gemeinsamen Essen sofort Verdacht, als er sieht, welche Blicke die beiden austauschen. Bei einem Trip nach New York stellt er Gatsby wutentbrannt zur Rede und erzählt Daisy, dass Gatsby ein Krimineller sei, der sein Vermögen mit Alkoholschmuggel und anderen dubiosen Aktivitäten gemacht hat. Daisy wendet sich daraufhin wieder Tom zu, da er der Upper Class angehört, was ihr letztendlich am wichtigsten ist. Tom teilt ihr jedoch unwirsch mit, sie solle mit Gatsby nach West Egg zurückfahren, während er sich mit Nick und Jordan auf den Weg macht. Doch dann geschieht ein folgenschwerer Unfall, der alles zunichtemacht und Gatsbys Schicksal besiegelt…

Gatsby: Undurchsichtiger Self-Made Man und sein verklärter Traum von Liebe

Mit Jay Gatsby ist Fitzgerald eine einzigartige Romanfigur gelungen, die auf den ersten Blick die Verkörperung des American Dream zu sein scheint. Jung, gut aussehend und erfolgreich hat sich Gatsby, der Junge aus ärmlichen Verhältnissen mit zweifelhafter Herkunft, einfach neu erfunden. Doch was macht Gatsby „groß“? Es ist nicht nur sein kometenhafter Aufstieg von Rags to Riches, sondern seine Fähigkeit, seine Träume in die Realität umzusetzen. Aber trotz seines unermesslichen Reichtums ist die innere Leere geblieben wie auch die Hoffnung auf Liebe, die er mit Daisy zu finden glaubt. Doch die Frau seiner Träume ist oberflächlich und wählt ihre Männer nach Reichtum und gesellschaftlichem Standing aus. Ein trauriges Fazit, dass er bis zum Ende nicht ziehen will, sondern sich lieber an die Traumvorstellung klammert, die er von Daisy hat. Dies markiert für Gatsby den Anfang vom Ende, denn wie der einst auf bodenständigen moralischen Fundamenten basierende amerikanische Traum, der von Geld und Macht korrumpiert wurde, so scheitert auch Gatsby letztlich an seiner verklärten Sicht eines Traums von Liebe, den die Wirklichkeit längst eingeholt hat.

F. Scott Fitzgerald: Amerikanischer Schriftsteller der Extraklasse

Francis Scott Key Fitzgerald wurde 1896 in St. Paul/Minnesota geboren und nach seinem Vorfahren Francis Scott Key, dem Dichter der amerikanischen Nationalhymne, The Star-Spangled Banner, benannt. Obwohl er nur ein mittelmäßiger Schüler war, gelang ihm 1913 die Aufnahme an der renommierten Princeton University. Doch auch hier war er wenig erfolgreich, er veröffentlichte aber bereits Kurzgeschichten in der Unizeitung. 1917 verließ er die Universität ohne Abschluss und trat der US-Armee als Unterleutnant bei deren Eintritt in den 1. Weltkrieg bei. Er wurde auf die Militärbasis in Montgomery/Alabama versetzt, wo er die Südstaaten-Schönheit Zelda Sayre kennenlernte, in die er sich Hals über Kopf verliebte. Fitzgerald machte ihr bald darauf einen Heiratsantrag, den sie jedoch nur zögerlich annahm, weil er angeblich noch nicht genug Geld verdiente, um ihr ein adäquates Leben zu ermöglichen. Doch der Erfolg stellte sich nicht so schnell ein wie Fitzgerald hoffte. Und so löste Zelda die Verlobung, während er mit Hochdruck weiter an seiner Karriere als Schriftsteller arbeitete.

Der Fluch des frühen Erfolges

Doch dann bekundete der bekannte Scribner-Verlag Interesse an Fitzgeralds The Romantic Egotist und akzeptierte schließlich eine überarbeitete Version mit dem geänderten Titel This Side of Paradise, der 1920 in kurzer Zeit ein Verkaufserfolg wurde. Zelda willigte endlich ein, ihn zu heiraten, und so wurden sie zu einem der ersten Glamour-Paare ihrer Zeit. Sie schwelgten im Luxus, feierten exzessive Partys und zierten die Titelblätter sämtlicher In-Magazine der 20er Jahre. Sie bereisten Europa und trafen in Paris auf die Crème de la crème der bedeutenden Schriftsteller ihrer Zeit wie Ernest Hemingway, Henry James und Gertrude Stein. 1921 machte die Geburt ihrer Tochter Scottie ihr Glück perfekt.

Der Anfang vom Ende

1922 erschienen bereits seine nächsten Werke The Beautiful and the Damned und Tales of the Jazz Age, doch zu seiner Enttäuschung konnte er nicht an den Erfolg seines ersten Romans anknüpfen. Sein 1925 veröffentlichtes Meisterwerk The Great Gatsby wurde von den Kritikern kaum gewürdigt, was sich auch im geringen Verkaufserfolg niederschlug. Fitzgeralds wachsender Alkoholkonsum wurde zunehmend zu einem Problem. 1927 begann er, für die Filmindustrie in Hollywood zu arbeiten, doch der große Erfolg blieb auch hier aus.

Zelda erlitt diverse Nervenzusammenbrüche und zeigte gravierende psychische Probleme, so dass sie viele Jahre in einer psychiatrischen Klinik verbrachte. Dort schrieb sie ihren einzigen Roman, Save Me The Waltz, der letztendlich zeigte, dass sie viel mehr war, als nur die luxusbesessene Glamour-Frau an seiner Seite.

Als Fitzgeralds 1934 publizierter Roman Tender Is The Night wieder kein durchschlagender Erfolg wurde, verfiel er gänzlich dem Alkohol. Seine Ehe mit Zelda war zerrüttet, seine Tochter Scottie lebte im Internat. In seinen letzten Lebensjahren lernte er Sheilah Graham kennen, die seine Lebenspartnerin bis zu seinem frühen Tod war.

Fitzgerald starb 1940 an einem Herzinfarkt, als er an seinem Roman The Last Tycoon arbeitete. Seine Frau Zelda kam 1948 bei einem Brand im Highland-Krankenhaus in Asheville ums Leben.

Tragischer Vertreter der Lost Generation

Sein kurzes, exzessives Leben machte ihn zu einem tragischen Vertreter der Lost Generation1, ein Terminus, den die amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein im Hinblick auf die Respekt- und Zügellosigkeit sowie den Werteverfall der Nachkriegsgeneration des Ersten Weltkriegs prägte. Fitzgerald erweiterte diesen Begriff um die Hoffnungslosigkeit seiner Generation und schrieb in seinem Roman This Side of Paradise: „Here was a generation…grown up to find all gods dead, all wars fought, all faith in man shaken.“2

Aus seiner Sicht hatte er am Ende seines Lebens schriftstellerisch nichts erreicht. Seiner Frau Zelda schrieb er 1940, als man The Great Gatsby aus der Modern Library nahm: „My God, I am a forgotten man.“3 Es ist Ironie des Schicksals, dass er nicht lange genug lebte, um zu erkennen, wie unrecht er hatte.


Originalausgabe: Fitzgerald. F. Scott. The Great Gatsby. London: Penguin Classics / Penguin Group, 2010.
Deutsche Ausgabe: Fitzgerald. F. Scott. Der große Gatsby. Aus dem Amerikanischen von Kai Kilian. Köln: Anaconda Verlag GmbH, 2011.
Quelle1http://www.britannica.com/topic/Lost-Generation
Quelle2: Fitzgerald, F. Scott. This Side of Paradise. London: Penguin Classics / Penguin Group, 2010. Seite 259.
Quelle3: Bruccoli, Matthew J. (Editor) with Baughman, Judith S. Fitzgerald on Authorship. Columbia: University of South Carolina Press, 1996. S. 173.
Weitere Quelle zu F. Scott Fitzgeralds Leben und Werk: Prigozy, Ruth. F. Scott Fitzgerald. Woodstock/New York: Overlook Press, 2002.
Bildnachweis: © Ana Thira (privat)

#buchpassion – Mein Bekenntnis zum Buch

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Dieser Post ist laut DSGVO 2018 als unbezahlte Werbung zu kennzeichnen.

Janine vom Bücher- und Literaturblog Kapri-ziös hat diese wunderbare Literatur-Onlineaktion ins Leben gerufen, um, wie sie schreibt, „das Buch zu feiern“. Ich finde, das ist eine ganz großartige Idee, bei der man sich einfach einbringen muss. An dieser einzigartigen Aktion beteiligen sich Autoren, Blogger und Verlage mit dem gemeinsamen Ziel, Nichtlesern Bücher bzw. Literatur näherzubringen und darüber hinaus aufzuzeigen, dass es neben dem sicherlich spannenden digitalen Smartphone- und Games-Kosmos noch eine aufregende Welt der Geschichten gibt, die es zu entdecken lohnt.

Vom 9. bis 11. September 2016 veröffentlicht jeder Teilnehmer seinen ganz persönlichen Artikel unter dem Motto #buchpassion – Mein Bekenntnis zum Buch auf seiner Website bzw. auf seinem Blog. Wie ihr das Thema behandelt, bleibt euch überlassen: Ihr könnt frei schreiben oder euch an Janines Fragen orientieren, die sie zusammengestellt hat. Darüber hinaus findet auf Twitter vom 10. September ab 10.00 h bis zum 11. September 2016, 18.00 h, ein Lesemarathon unter #buchpassion statt, zu dem alle Buchbegeisterten herzlich eingeladen sind.

Hier nun mein Beitrag zu dieser außergewöhnlichen Literaturaktion:

Wie alles begann…

Die Leidenschaft für Bücher liegt bei uns in der Familie. Niemand, den ich kenne, liest auch nur annähernd so viel wie meine Mutter. Und so hat sie denn auch mit mir schon als ganz kleines Kind viele schöne Bilderbücher angeschaut und mir die unterschiedlichsten Geschichten vorgelesen. Als ich dann etwas größer war, gehörten Märchen zu meinen Lieblingserzählungen. Hier hatte es mir Hans Christian Andersens Die kleine Meerjungfrau besonders angetan – und bis heute ist es mein bevorzugtes Märchen geblieben. Nachdem dann die Märchenzeit vorüber war und das Mädchenzeitalter begann, zählten Pippi Langstrumpf (Astrid Lindgren), Professors Zwillinge (Else Ury), Pucki (Magda Trott) und Heidi (Johanna Spyri) zu meinen literarischen Heldinnen. Später folgten dann noch Hanni und Nanni und Fünf Freunde (Enid Blyton), Die drei ??? (Robert Arthur), TKKG (Stefan Wolf) u.v.m. Meine Kindheit und Jugend war somit geprägt von vielen tollen Storys und aufregenden Abenteuern, die die Bücherwelt zu bieten hatte. Gelesen habe ich am liebsten unter der Bettdecke – natürlich mit Taschenlampe -, weil es so geheimnisvoll war und ich mich ganz ungestört in meine Lektüre vertiefen konnte.

Von der Pflichtlektüre zum Lesespaß

Als ich dann aufs Gymnasium kam, war es zunächst erst einmal vorbei mit der unbekümmerten Leseauswahl. Standardromane und Klassiker standen in Deutsch, Englisch und Französisch auf dem Programm – Zeit für privates Lesevergnügen blieb da kaum. Durch viele Werke habe ich mich regelrecht gequält, die einzigen Autoren, die mir damals gefielen, waren Hermann Hesse, Thomas Mann, Albert Camus und Arthur Miller. Insbesondere zu Shakespeare, dessen Werke ich heute liebe, fand ich damals gar keinen Zugang – ich empfand das elisabethanische Englisch als viel zu schwierig und verschachtelt. Angesichts dieser ganzen Pflichtlektüren ging meine Lesefreude ein wenig verloren – doch nicht für lange Zeit. An der Uni kehrte sie ganz schnell zurück, denn ich konnte meine Kurse und damit auch die Werke, die behandelt wurden, zum größten Teil frei wählen. Und so entdeckte ich nicht nur viele einzigartige Romane und Autoren, sondern auch meine Begeisterung für die Klassiker, speziell für Shakespeare, und Poesie. Alles in allem möchte ich dieses Studium nicht missen – es hat mich geprägt, meine Leseleidenschaft neu entfacht und mir einfach Spaß an Literatur vermittelt.

Ein wunderbarer Ausgleich: Mein Literatur- und Filmblog

Nach meinem Studium habe ich einen Job in der freien Wirtschaft angenommen, bei dem meine Fremdsprachen im Fokus stehen. Doch die Literatur hat mir bei meiner beruflichen Tätigkeit immer gefehlt, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Als mir dann meine beste Freundin Bee begeistert von ihrem neuen Hobby, dem Bloggen, berichtete und mich motivierte, es doch einfach auch mal zu probieren und meine Lieblingsromane vorzustellen, war ich zunächst sehr skeptisch, weil ich dachte, dass ich es zeitlich bestimmt nicht schaffen würde. Aber mit meinem Blog A Million Pages habe ich es gewagt, und es hat sich gelohnt: Bloggen ist ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Job. Nach einem hektischen Arbeitstag entspannt mich das Schreiben von Posts ungemein. Ich kann in die unterschiedlichsten literarischen und filmischen Welten abtauchen und meine Erlebnisse mit anderen Bloggern teilen.

Mein Traum ist nach wie vor, im literarischen Bereich zu arbeiten – sei es als Dozentin, im Verlag o.ä. -, aber bis es soweit ist, widme ich mich weiterhin meinem Blog und erfreue mich an dem Austausch mit vielen inspirierenden Bücherbloggern. So bin ich schon auf tolle Lesetipps bzw. auf Romane gestoßen, die ich angesichts der jährlichen Flut an Bücher-Neuerscheinungen ansonsten gar nicht entdeckt hätte. Und allein dafür lohnt sich das Bloggen und das Lesen anderer Blogs schon.

Meine All-Time Favourites und Neuentdeckungen

Hier greife ich gerne Janines Frage – Ohne welches Buch bzw. welchen Autoren könntest du nicht leben?  – auf und habe in der nachstehenden Liste mal einige bunt zusammengewürfelte Beispiele meiner literarischen All-Time Favourites, aber auch meiner Neuentdeckungen zusammengestellt. Es ist eine kleine Selektion meiner Lieblingsautoren bzw. Lieblingsromane, die ich nicht missen möchte. Mir ist es wirklich schwergefallen, diese Liste zu begrenzen, denn es gibt noch so viele andere Schriftsteller und Bücher, die ich aufführen möchte, aber das würde dann doch den Rahmen sprengen  😉 .

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Ein Plädoyer für das Lesen

Ein Leben ohne Lesen könnte ich mir nicht vorstellen, denn Bücher begleiten mich seit meiner Kindheit. Ich lese in der Mittagspause, in der Bahn, im Bett oder in der Mayerschen bei einem leckeren Cappuccino – aber am meisten genieße ich das Lesen am Meer, nirgendwo ist es so herrlich ruhig und an keinem anderen Ort habe ich so viel Muße wie dort. Mein Büchergeschmack ist dabei recht vielfältig: Ich habe kein bestimmtes Lieblingsgenre, sondern lese querbeet. Es müssen auch nicht immer Romane mit hohem Anspruch sein, gerne greife ich auch mal zu einem nervenaufreibenden Thriller oder einem herrlich herzerweichenden Liebesroman. Das kommt ganz auf meine Stimmung an.

Mit Büchern kann ich mich wunderbar aus der Realität ausklinken und dabei in fiktionale Welten abtauchen. Romane bereichern und berühren mich, sie rütteln auf und erhellen, aber sie erschrecken und schockieren auch, insbesondere dann, wenn sie uns bzw. der Gesellschaft schonungslos den Spiegel vorhalten. Ich kann aus Geschichten lernen, ohne dabei belehrt zu werden, ich erhalte ein besseres Verständnis für viele Dinge des Lebens, die sich mir vielleicht vorher nicht erschlossen haben, und ich gewinne Einblicke in viele Facetten der menschlichen Natur, die aufschlussreich sind. Aus jedem Roman, den ich lese und der mich anspricht, nehme ich etwas mit – seien es Glücksmomente, traurige Augenblicke, beängstigende Wahrheiten oder wertvolle Lebenseinsichten – all dies macht Lesen zu dem, was es für mich ist – ein Erlebnis, ein Genuss, eine Erfahrung!

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Es hat großen Spaß gemacht, meinen Beitrag zur #buchpassion beizusteuern. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, noch spontan mitzumachen und eure Geschichte zum o.g. Thema zu erzählen? Schaut mal auf Janines o.g. Website und lasst euch inspirieren…


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