Zeit für Poesie

Wunderweiße Nächte

Es gibt so wunderweiße Nächte,
Drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
Als ob er fromme Hirten brächte
Zu einem neuen Jesuskind.

Weit wie mit dichtem Diamantenstaube
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,
Und in die Herzen, traumgemut,
Steigt ein kapellenloser Glaube,
Der leise seine Wunder tut.

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)


Quelle: www.rilke.de
Bildnachweis: © A Million Pages

4 Antworten

  1. Liebe Rosa,

    ich liebe dieses Gedicht von Rilke sehr! Wie schön, dass du es zum 1. Advent postest.

    Das Foto mit den weißen Sternen passt toll.

    Liebe Grüße

    Chloé

    • Liebe Chloé,

      es ist auch eines meiner Lieblingsgedichte von Rilke. Rilkes Poesie mag ich wirklich sehr.

      Ich wünsche dir eine schöne Woche.

      Liebe Grüße

      Rosa

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