Das Hogarth Shakespeare Project:
Eine Hommage an den „Bard of Avon“

„The readiness is all…“

Zum 400. Todestag von William Shakespeare (23.4.2016) hat sich der renommierte britische Verlag The Hogarth Press, der 1917 von Virginia Woolf und ihrem Mann Leopold gegründet wurde und nun zur Penguin Random House Gruppe gehört, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zu Ehren des wohl bedeutendsten Dramatikers aller Zeiten initiierte man das einzigartige Hogarth Shakespeare Project als eindrucksvolle Hommage an den Bard of Avon. Die brillante Idee, auf der das Projekt basiert, war es, etablierte Autoren zu finden, die bereit sind, eine Cover Version eines Shakespeare-Stücks ihrer Wahl, das für sie auch einen persönlichen Bezug hat, zu schreiben. Diese Romane werden dann sukzessive nach ihrer Fertigstellung in 28 Ländern von jeweils einem ausgewählten Verlag pro Land publiziert.

Nachdem man einige renommierte Autoren angesprochen hatte, erhielt man in nur kurzer Zeit den Zuschlag der folgenden acht international bekannten Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die nicht nur von der einmaligen Idee restlos begeistert waren, sondern für die Shakespeare darüber hinaus auch eine ganz besondere Bedeutung hat. In der nachfolgenden Übersicht sind alle partizipierenden Autorinnen und Autoren und ihre bereits erschienenen und noch ausstehenden Cover-Versionen sowie das von ihnen gewählte Shakespeare-Werk aufgelistet:

***

Autor/in Roman Shakespeare-Werk
Jeanette Winterson Der weite Raum der Zeit
(A Gap of Time)
Das Wintermärchen
(A Winter’s Tale)
Howard Jacobson Shylock
(Shylock Is My Name)
Der Kaufmann von Venedig
(The Merchant of Venice)
Anne Tyler Die störrische Braut
(Vinegar Girl)
Der Widerspenstigen Zähmung
(The Taming of the Shrew)
Margret Atwood Hexensaat
(Hag-Seed)
Die deutsche Version erscheint im April 2017.
Der Sturm
(The Tempest)
Tracy Chevalier New Boy
Das Original erscheint im Mai 2017, die deutsche Version vorauss. im Frühjahr 2018.
Othello
Jo Nesbø Der Roman erscheint vorauss. im Herbst 2018.
Macbeth
Gillian Flynn Der Roman erscheint vorauss. nach Herbst 2018. Hamlet
Edward St. Aubyn Der Roman erscheint vorauss. im Herbst 2018. King Lear
(König Lear)

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In Deutschland wurde der namhafte zur Random House Gruppe gehörende KNAUS Verlag als Partner für das Hogarth Shakespeare Projekt (http://www.shakespeare-projekt.de/) ausgewählt – eine ganz besondere Ehre für den Verlag, der mit Werken von Walter Kempowski Bekanntheit erlangte und ein vielfältiges Spektrum anspruchsvoller, unterhaltsamer Belletristik und Sachbücher publiziert. Das breit gefächerte Programm von KNAUS hält auch in diesem Jahr wieder äußerst spannende und interessante Neuerscheinungen bereit. Da fällt die Auswahl wirklich schwer: https://www.randomhouse.de/Verlag/Knaus/11000.rhd.

„We are such stuff as dreams are made on…“

Trio

© KNAUS Verlag/Random House Gruppe

Ich werde euch nach und nach alle drei bisher erschienenen Romane vorstellen. Den Anfang macht Jeanette Wintersons Roman Der weite Raum der Zeit, eine exzellente Neuschreibung von Shakespeares Wintermärchen. Es folgen Shylock von Howard Jacobson, der dem Shakespeare-Drama Der Kaufmann von Venedig eine ganz andere Note verleiht und Anne Tylers Cover-Version von Der Widerspenstigen Zähmung, Die störrische Braut. Am 17.4.2017 erscheint auch Margret Atkinsons Beitrag zu diesem Projekt, der den bezeichnenden Titel Hexensaat  trägt und Shakespeares Werk Der Sturm in die heutige Zeit transferiert. Hierauf freue ich mich schon ganz besonders.

Zur Einstimmung auf das Thema findet ihr unter folgendem Link ein extra für dieses Projekt konzipiertes Video, in dem sich die Autorinnen und Autoren zu Wort melden und von ihrem persönlichen Bezug zu Shakespeare und ihrem Romanbeitrag erzählen – http://crownpublishing.com/hogarth-shakespeare/. Schaut mal rein, es lohnt sich – sehr inspirierend, äußerst lebendig und überaus informativ!

Wenn ihr darüber hinaus mehr über das Projekt wissen möchtet, dann empfehle ich euch ein kurzes Interview, das Ester Willbrandt, Nordwestradio, mit Claudia Vidoni, Programmleiterin Belletristik bei KNAUS, in ihrer Sendereihe Buchpiloten am 10.4.2016 geführt hat:

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/buchpiloten/audio163226-popup.html

Hier erfahrt ihr u.a., wie eng sich die Autorinnen und Autoren bei ihrem Transfer des klassischen Stoffs in die heutige Zeit an das ausgewählte Shakespeare-Werk gehalten haben, ob man zum Verständnis der Romane das Original kennen muss und ob durch die neue Version bzw. den Genrewechsel vom Drama hin zum Roman nicht etwas verloren geht. Sehr hörenswert!

Meine Antworten auf diese spannenden o.g. Fragen werde ich natürlich in meine jeweiligen Rezensionen mit einbinden.

Long live the Bard!


Bildnachweis: de.fotolia.com – © Alexandra Thompson
Buchcover: www.randomhouse.de
Zitat 1: „The readiness is all.“ – Shakespeare, William. Hamlet. Act 5, Scene 2. p. 146 (Wordsworth Classics).
Zitat 2: „We are such stuff as dreams are made on…“. Shakespeare, William. The Tempest. Act 4, Scene 1, p. 82 (Wordsworth Classics).

Frohe Weihnachten

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2016 neigt sich dem Ende, und ich kann kaum glauben, dass ich im nächsten Februar schon zwei Jahre blogge. Dies ist ein schöner Anlass, um mich bei allen zu bedanken, die mich unterstützt, begleitet und inspiriert haben. Den Anfang macht, wie immer, die liebe Bee, die mich nicht nur zum Bloggen gebracht hat, sondern sich auch mit endloser Geduld und beeindruckender Kreativität um die Gestaltung bzw. das Design meines Blogs etc. kümmert und aus meinen oftmals nicht umsetzbaren Vorschlägen stets etwas Ansprechendes macht. Ein herzliches Dankeschön für all deine Mühe und deine großartige freundschaftliche Unterstützung!

Des Weiteren bin ich insbesondere in diesem Jahr auf so viele brillante Blogger gestoßen, die ich anlässlich so toller Aktionen wie #buchpassion, initiiert von Janine vom Bücher- und Literaturblog Kapri-ziös, #liebu – Mein Lieblingsbuch, ein Gemeinschaftsprojekt von Lilienlicht, BücherKaffee und Teekesselchen, oder Blogparaden wie der originelle Kampf der Buchgenres, die Nicole von Smalltownadventure und Jana von Lifetime Hours ins Leben riefen, kennengelernt habe.

Inspiriert haben mich darüber hinaus so einzigartige Blogs wie Buzzaldrins Bücher (Mara), der Kaffeehaussitzer (Uwe), Sätze und Schätze (Birgit), Buchkolumne (Karla), Zeichen und Zeiten (Constanze) u.v.m., die Literatur auf so wunderbare Weise lebendig werden lassen und zeigen, wie vielfältig und bunt die Welt der Book Loving People ist. Dies wird auch in der ARD Buffet liest-Gruppe und dem #litnetzwerk (Facebook) sichtbar, deren Mitglied ich seit kurzer Zeit bin.

Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und alles erdenklich Liebe und Gute, viel Glück und vor allem Gesundheit für das neue Jahr. Genießt die besinnliche Zeit im Kreise eurer Familie und Freunde, und lasst es euch gutgehen.

Ich danke euch für eure vielfältigen Kommentare und Anregungen, über die ich mich sehr gefreut habe und die mich darüber hinaus motivieren, in meinen bisherigen Aktivitäten weiter voranzugehen.

Auch im nächsten Jahr freue ich mich wieder auf einen spannenden Austausch mit euch, viele neue nette Kontakte, originelle Blogparaden und außergewöhnliche Buch- und Leseaktionen.

Herzliche Grüße

Eure Rosa


Bildnachweis: Shutterstock © fotohunter

Geschenkideen rund ums Schreiben

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Stilvolles Schreibutensil mit Molière-Zitat

Heute möchte ich euch einen weiteren originellen Tintenroller aus der libri_x-Reihe vorstellen. Er ist dem französischen Dramatiker, Theaterdirektor und Schauspieler Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt als Molière, gewidmet, der sich mit Klassikern wie Der eingebildete Kranke, Der Geizige und Der Menschenfeind als Gesellschaftskritiker seiner Zeit etablierte. Der Aufdruck auf dem Tintenroller ist eines seiner berühmten Zitate: „Der Grammatik müssen sich selbst Könige beugen.“  Auch dieser libri_x Tintenroller (Artikel-Nr. 82635) wird vom moses.Verlag vertrieben und ist in fast allen Buchhandlungen erhältlich (Preis: ca. € 14,95).

Der Tintenroller hat ein sehr ansprechendes Design mit orangener Kappe, weiß-schwarzem Minenteil und schwarzem Aufdruck. Mit der Qualitätsmine, die sehr lange hält, lässt es sich sehr gut schreiben. Ein weiteres Plus ist, dass die äußere Farbe des Tintenrollers auch nach häufigem Gebrauch nicht verblasst. Insofern finde ich, dass das Preis-Leistungsverhältnis hier absolut stimmt. Die auf den Stift abgestimmte Box ist ebenfalls sehr geschmackvoll. Alles in allem ist das edle Schreibgerät eine außergewöhnliche Geschenkidee – nicht nur zu Weihnachten. Natürlich kann man sich damit aber auch wunderbar selbst beschenken, wenn man – wie ich – leidenschaftlich gerne Briefe und Postkarten mit der Hand schreibt.

In dieser Reihe sind bereits einige einzigartige Tintenroller mit Zitaten von Schriftstellern und Schauspielern erschienen, von denen ich euch die folgenden bereits vorgestellt habe:

libri_x Tintenroller „Oscar Wilde”

libri_x Tintenroller „William Shakespeare“

libri_x Tintenroller „Mae West“

Ich werde euch peu à peu noch weitere schöne Schreibutensilien aus dieser Serie vorstellen, die ich sowohl verschenkt als auch für mich gekauft habe. Ich hoffe, ihr habt genauso viel Freude daran wie ich.


Foto: © A Million Pages

Der Blogventskalender 2016

advent

In diesem Jahr mache ich mal bei einem kunterbunten Blogger-Adventskalender mit. Normalerweise bin ich ja bei Bücher-Blogger-Adventsaktionen dabei, aber dieses Mal habe ich mich für eine Blog-Vielfalt entschieden, die sich im Blogventskalender 2016 (unter diesem Link sind alle beteiligten Blogger aufgeführt) zusammengefunden hat. Bei dieser spritzigen Blogger-Mischung findet sich hinter jedem der 24 Türchen eine spezielle Überraschung: Rezensionen, Bastelanleitungen, Rezepte, Mode u.v.m. Da ist für jeden etwas dabei. Ich möchte mich ganz herzlich bei Tabea (Blog: Habutschu) bedanken, die mit viel Geduld und Organisationstalent alle Parteien in diesen außergewöhnlichen Kalender integriert hat. Es hat wirklich großen Spaß gemacht, dabei zu sein!

Hinter meinem heutigen Türchen 8 verbirgt sich eine ganz besondere Leseempfehlung: Anne Perrys historischer Kriminalroman Der Weihnachtsverdacht, der im viktorianischen London spielt. Lasst euch überraschen – vorab nur so viel: Ihr könnt euch auf ein spannendes Abenteuer freuen.

Anne Perry: Der Weihnachtsverdacht

Das Genre Historische Romane trifft nur sehr selten meinen Geschmack, da müssen es wirklich schon spezielle, sehr gute Bücher sein.  Wenn ich Werke aus diesem Segment auswähle, dann sind es zumeist historische Krimis, denn hier gibt es einige brillante und bemerkenswerte Romane mit Lokalkolorit, die ich sehr mag. Hierzu gehören auch die Erzählungen von Anne Perry, die alle im viktorianischen London spielen und immer ein Lesegenuss der ganz besonderen Art sind. Das Buch, das ich euch heute vorstelle, Der Weihnachtsverdacht, zählt zu den beliebten Christmas Novels der Autorin, von denen ich bisher keinen Band versäumt habe, denn sie sind immer eine äußerst fesselnde Feiertagslektüre. Auch dieses Mal entführt uns Perry wieder ins vorweihnachtliche London, wo uns ein mysteriöser, spannender Fall erwartet.

Ein gefährliches Versprechen

Henry Rathbone verspricht seinem verzweifelten Freund James Wentworth, dessen Sohn Lucien ausfindig zu machen, der in schlechte Gesellschaft geraten und in der Unterwelt der pulsierenden Metropole spurlos verschwunden ist. Wentworth hatte zuvor alles versucht, um Lucien aus dem Sumpf von Alkohol- und Opiumexzessen zu befreien und ihn vor weiteren Ausschweifungen zu bewahren, doch nichts konnte den genusssüchtigen attraktiven Frauenhelden zur Rückkehr bewegen. Obwohl Rathbone keine große Hoffnung hat, Lucien zu finden, geschweige denn, ihn wieder in die Obhut seines Vaters zu katapultieren, macht er sich auf die Suche. Doch wo soll ein Gentleman wie er beginnen? Er hat weder Beziehungen zur Londoner Unterwelt noch kennt er dubiose Gestalten, die eventuell wissen könnten, wo sich Wentworths Sohn aufhält.

Zwei kuriose Gehilfen

Da fällt ihm Hester Monk ein, die vor einigen Jahren beinahe seine Schwiegertochter geworden wäre, sich aber dann gegen seinen Sohn Oliver, einen berühmten Anwalt, entschieden hatte, weil die beiden letztendlich doch zu verschieden waren. Hester, eine engagierte und patente Krankenschwester, arbeitet in einer Klinik, wo sie sich primär um die Sozialschwachen und hier insbesondere um Prostituierte kümmert. Henry hofft, entweder von Hester oder eventuell von ihren Patientinnen einen Hinweis auf Luciens Aufenthaltsort zu erhalten. Doch zu Henrys Enttäuschung ist Hester momentan unabkömmlich, da sich die Notfälle in der Klinik häufen, so dass er lediglich auf den Buchhalter Squeaky Robinson trifft. Doch bei ihm ist Henry genau an der richtigen Adresse, denn Squeaky war ein ehemaliger Bordellbesitzer, bevor ihm dank Hester der Absprung gelang. Squeaky hat noch beste Kontakte zur Londoner Unterwelt, die er allerdings nur ungern reaktivieren möchte, weil er mit seinem alten Leben abgeschlossen hat. Doch Henrys Entschlossenheit imponiert ihm, und so bietet er ihm seine Hilfe an. Ein alter Freund von Squeaky ist dabei allerdings unerlässlich: Crow, ein Armendoktor, der vorwiegend Obdachlose, Kleinkriminelle und Prostituierte behandelt und der Londons dunkle Viertel ebenfalls sehr gut kennt.

Abstieg in die Unterwelt

Und so machen sich Squeaky und Crow auf, um Lucien zu finden. Doch das gestaltet sich äußerst schwierig, denn niemand will reden. Sie erfahren lediglich, dass Lucien ständig unter Drogen und unter dem Einfluss seiner verdorbenen schönen Geliebten Sadie stehen soll, der er hörig ist und die ihn mit in den Abgrund gezogen hat. Mehr erfahren sie nicht, denn alle schweigen wie ein Grab. Squeaky und Crow beschließen daraufhin, Henry zu empfehlen, die Suche abzubrechen, da sie das Milieu gut genug kennen, um zu wissen, dass Lucien entweder nicht gefunden werden will oder schon tot ist. Doch sie haben die Rechnung ohne Henry gemacht, der keinesfalls bereit ist, jetzt schon aufzugeben. Und so bleibt den beiden nichts anderes übrig, als mit Henry an ihrer Seite ein weiteres Mal auf die Suche zu gehen. Mit Hilfe der jungen Kellnerin Bessy werden sie durch Zufall auf einen bizarren Doppelmord aufmerksam, in den Lucien und Sadie offenbar verwickelt sind. Und so geraten sie immer tiefer in die Abgründe Londons, die sie am Ende ihrer düsteren Odyssee zum gefürchteten Schattenmann führen, der alle Fäden in der Hand zu halten scheint…

Ein spannendes Abenteuer in Londons Schattenwelt

Anne Perrys historische Romane sind sehr lesenswert. Nie gleicht eine Geschichte der anderen, jede Erzählung hat ihr ganz eigenes Momentum. Ihre Charaktere heben sich wohltuend von den genreüblichen Stereotypen ab: Sie sind normal, außergewöhnlich, manchmal etwas hausbacken, manchmal leicht schrill und ausgefallen – aber immer very British. Dies ist auch bei dem hier vorgestellten Roman nicht anders. Das Team, das hier das mysteriöse Verschwinden von Lucien Wentworth ergründet, passt auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Und doch sind Upper Class Gentleman Henry, der ehemalige Bordellbesitzer Squeaky und der zwielichte Doktor Crow ein perfektes Gespann, das sich trotz aller Unterschiede zusammenrauft und sich in ein riskantes Unterfangen stürzt. Ihr lebensgefährliches Abtauchen in Londons dunkelstes Labyrinth ist ein packendes, sehr unterhaltsames Abenteuer, das wieder einmal mehr beweist, dass Anne Perry eine der besten Autorinnen dieses Genres ist.

Anne Perry: Britische Schriftstellerin mit Fokus auf historische Kriminalromane

Anne Perry wurde 1938 in Blackheath/London als Tochter eines Physikers geboren. Da sie bereits in frühester Jugend an Tuberkulose erkrankte, lebte sie einige Jahre auf den Bahamas und in Neuseeland, wo sich ihr Zustand besserte.

In den 60er Jahren entdeckte Perry die Schriftstellerei für sich, doch erst 1979 nach einer langen Durststrecke, in der sie sich mit vielen unterschiedlichen Jobs finanzierte, gelang ihr mit ihrem ersten historischen Kriminalroman Der Würger von der Caterstreet (The Cater Street Hangman) der literarische Durchbruch. Sie erfand die populären Krimireihen um den Polizisten Thomas Pitt und seine Frau Charlotte ebenso wie die Romanserie mit Privatdetektiv William Monk und Hester Latterly, die beide im spätviktorianischen England spielen. Darüber hinaus konzipierte sie noch die Krimireihe um Vikar Joseph Reavley, die historische Serie um Célie Laurent, einen Fantasyzyklus und die Christmas Novels, die sich sehr großer Beliebtheit erfreuen. Außerdem ist sie Herausgeberin zweier Kriminal-Anthologien.

Perrys Romane wurden millionenfach verkauft und in diverse Sprachen übersetzt. Sie zählt zu den erfolgreichsten Schriftstellerinnen historischer Kriminalromane in Großbritannien.

Die Autorin lebt heute in Schottland. Weitere Informationen über Anne Perry findet ihr auf ihrer Website www.anneperry.co.uk, der ich auch ihre biografischen Angaben entnommen habe.


Originalausgabe: Perry, Anne. A Christmas Odyssey. London: Headline Publishing Group, 2010.
Deutsche Ausgabe: Perry, Anne. Der Weihnachtsverdacht. Aus dem Englischen von Regina Schirp. München: Wilhelm Heyne Verlag/Verlagsgruppe Random House GmbH, 2011.
Buchcover: www.randomhouse.de
Bildnachweis: Shutterstock – © Marianna Pashchuk