Zurück zu den Wurzeln

Alexander Oetker: Retour

Ein spannender frankophiler Kriminalroman mit viel Lokalkolorit – packend, bewegend und spritzig zugleich? Debütautor Alexander Oetker zeigt, wie es geht und legt mit Retour ein erfolgversprechendes Erstlingswerk vor, dessen Protagonist alle Attribute eines Kultkommissars besitzt. Commissaire Luc Verlain, Bon Vivant und Ladies‘ Man, liebt seinen Job als Leiter der 2. Pariser Mordkommission und genießt sein Leben in der pulsierenden französischen Metropole in vollen Zügen. Er hat ein Faible für exquisites Essen, Schweizer Zigaretten, schnelle Autos und schöne Frauen, die er gerne des Öfteren wechselt, denn eine feste Beziehung kommt für den überzeugten Junggesellen nicht in Frage.

Sorgenvolle Rückkehr

Als sein Vater, ein Austernfischer, unheilbar an Krebs erkrankt, ist es vorbei mit Lucs locker-leichtem Lebensstil. Da er ihn in seinem fragilen Zustand nicht allein lassen möchte, bittet Luc um zeitweilige Versetzung in seine alte Heimat Bordeaux (Region Aquitaine), die er vor ca. 15 Jahren als junger Polizist verlassen hatte, weil sie ihm zu provinziell und spießig erschien und er in Paris Karriere machen wollte, was ihm dann auch gelang. Sein Weg zurück nach Hause erfüllt ihn mit Unbehagen: Der nahende Tod seines Vaters bestürzt ihn, alte Erinnerungen, die er nur zu gerne beiseite geschoben hatte, kommen wieder hoch. Aber kaum angekommen, fühlt er sich, als wäre es nie weg gewesen. Alles ist so vertraut – die Umgebung, das Meer, die Menschen, die ihn freudig begrüßen, sogar seine Lieblingsläden sind noch da: Jacques‘ kleine Boulangerie und sein Lieblingsrestaurant La Plage, wo Patron Gaston mit seiner deutschen Frau noch immer lokale Köstlichkeiten serviert.

Mord am Strand

Aber viel Zeit zur Wiedereingewöhnung bleibt Luc nicht. Sein alter und neuer Chef Preud’homme erwartet seinen ehemaligen Lieblingsschüler schon voller Vorfreude, um ihn seinem neuen Team vorzustellen: Commandante Anouk Filipetti, die Luc auf Anhieb sympathisch und sehr attraktiv findet, Brigadier Hugo Pannetier, ehemaliges Mitglied der Spezialpolizei und der Mann fürs Grobe und Commissaire Etxeberria, gleichgestellter Leiter der Abteilung. Alle heißen ihn herzlich willkommen, bis auf Etxeberria, der keinen Hehl daraus macht, wie wütend er darüber ist, dass man ihm Luc vor die Nase gesetzt hat. Er fühlt sich übergangen und steht seinem neuen Kollegen äußerst feindselig gegenüber.

Doch dann geschieht ein Mord in der beschaulichen Region, der alle Eitelkeiten in den Hintergrund rücken lässt. Am Morgen nach einem Fest findet man die 17-jährige Caroline Derval tot am Strand. Luc und seinem Team bietet sich ein Bild des Grauens: Das Mädchen wurde brutal erschlagen – alles deutet auf eine Tat im Affekt. Während Carolines Mutter und ihr Stiefbruder Thomas die Todesnachricht tief erschüttert aufnehmen, hat ihr Vater, ein gewalttätiger Rassist, sofort den Schuldigen parat: Carolines Ex-Freund, der vorbestrafte Algerier Hakim, der die Trennung nie verwinden konnte.

Hexenjagd

Commissaire Etxeberria springt nur zu gern auf diesen Zug auf und lässt Hakim ohne Rücksprache mit Luc verhaften, nachdem man Blut auf der Kleidung des Jungen gefunden hatte. Luc ist außer sich und geht in die offene Konfrontation mit seinem Kollegen. Dieser ist jedoch völlig uneinsichtig und informiert – unüberlegt und vorschnell – die Presse über Hakims Verhaftung. Damit bringt er eine Lawine ins Rollen, denn als man Hakim mangels Beweisen wieder auf freien Fuß setzt, beginnt eine gnadenlose Hexenjagd auf den Jungen, der verzweifelt seine Unschuld beteuert. Luc und sein Team geraten in Lebensgefahr, als sie versuchen, Hakim vor dem aufgebrachten Mob zu beschützen und den wahren Täter zu entlarven, der scheinbar keine einzige Spur hinterlassen hat…

Spannender frankophiler Kriminalroman mit spritzigem Lokalkolorit

Mit Retour ist Alexander Oetker ein vielversprechender Start seiner Krimireihe um Commissaire Luc Verlain geglückt (Band 2 soll bereits in Arbeit sein). Auch wenn Verlain zunächst wie das personifizierte Männer-Klischee daherkommt, so ist Oetkers Protagonist doch weit davon entfernt, ein Stereotyp zu sein, denn auch bei ihm ist nicht alles easy-going. Unter seiner charmanten Oberfläche brodelt es des Öfteren, ein Trauma verfolgt ihn seit Jahren und lässt ihn nicht los. Mitzuerleben, wie sich Verlain weiterentwickelt ist ebenso spannend wie der rätselhafte Mordfall, den es zu lösen gilt.

Auch die anderen Figuren sind Oetker gut gelungen, allen voran Lucs Bordeaux-Team: Die selbstbewusste, natürliche Anouk, die das krasse Gegenteil von Verlains verwöhnten Geliebten ist, der bodenständige Hugo, der für seinen Job lebt und der gewöhnungsbedürftige Querkopf Etxeberria, der nicht nur Verlain mit seinen überhasteten Entscheidungen und Vorurteilen gehörig auf die Nerven geht.

Die Story ist spannend und dramatisch, plätschert aber zugleich auch so leicht und spritzig daher, dass Urlaubsstimmung aufkommt. Eine solche Dualität umzusetzen, ist prinzipiell schwierig, doch Oetker gelingt diese Gratwanderung. Bei Lektüre merkt man schnell, wie sehr Frankreich – und die französische Lebensart – dem Autor am Herzen liegen und wie gut er das Land, die politische Situation und die sozialen Verhältnisse dort kennt. Erschreckend real fängt er auch die steigende fremdenfeindliche Stimmung in Frankreichs sozialen Brennpunkten ein, die beängstigt.

All diese Aspekte machen den Roman zu einem fesselnden Leseerlebnis und zum verheißungsvollen Beginn einer neuen Romanserie, deren Erfolg meines Erachtens schon vorprogrammiert ist. Mein Fazit: Sehr empfehlenswert!

Alexander Oetker: Renommierter Korrespondent/Journalist und Debütautor

Alexander Oetker wurde 1982 als Sohn von August Oetker in Berlin geboren. Er ist gelernter Journalist und startete seine berufliche Karriere zunächst bei der Berliner Zeitung. Darüber hinaus arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk und den Mitteldeutschen Rundfunk. Im Jahre 2000 begann er seine Laufbahn bei der RTL-Mediengruppe: Zuerst als Redaktionsassistent, später dann als Berlin-Korrespondent.

2008 – im Alter von nur 26 Jahren – gelang dem engagierten Journalisten ein bedeutender Karrieresprung: Die RTL-Gruppe inkl. Tochterunternehmen n-tv übertrug ihm die Leitung des Pariser Büros, von wo er bis 2011 aus Frankreich und den Benelux-Staaten berichtete. Heute ist Oetker politischer Korrespondent/Reporter des RTL-Hauptstadtbüros und in Berlin und Brüssel primär für die Europa- und Finanzpolitik zuständig. Doch nach Frankreich zieht es ihn immer wieder – seine lokalen Reportagen sind stets exzellent recherchiert und zeugen von fundiertem Wissen um die französische Politik, Kultur und Lebensart.

In seiner Freizeit reist Oetker sehr gerne: Sein Herzensland Frankreich, wie er es nennt, und auch Italien sind dabei die bevorzugten Ziele des leidenschaftlichen Surfers. Aber Berlin ist und bleibt die Heimat des weltoffenen Journalisten. Hier lebt er auch mit seiner Frau und seinem Sohn.

Weitere Informationen über den Autor findet ihr auf seiner Website www.alexanderoetker.de, der ich auch seine biografischen Angaben entnommen habe, und der stimmungsvollen, eigens für den Roman konzipierten Page inkl. Blog www.lucverlain.de.


Originalausgabe: Oetker, Alexander. Retour. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag, 2017.
Buchcover: www.hoffmann-und-campe.de

Mein herzlicher Dank gilt dem Hoffmann und Campe Verlag, der mir den o.g. Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Spurlos

Helen Callaghan: Dear Amy

Dieser Debütroman der britisch-amerikanischen Schriftstellerin Helen Callaghan war nach langer Zeit mal wieder ein Thriller, der mir eine schlaflose Nacht beschert hat. Ich wollte nur kurz den Anfang lesen, doch daraus wurde nichts. Die Story hat mich von der ersten Seite an derart gepackt, dass ich sie bis zum explosiven Finale nicht mehr aus der Hand legen konnte. Nicht umsonst hat man Dear Amy der Kategorie Premium Crime zugeordnet, denn diese qualitativ hochwertige und dramatische Geschichte mit ihren mysteriösen Wendungen und ihrer spektakulären Auflösung ist für mich bis jetzt definitiv d a s Highlight unter den Neuerscheinungen dieses Genres in 2017.

Mysteriöses Verschwinden einer Schülerin

Die Protagonistin des Romans ist die engagierte Lehrerin Margot Lewis, die am St. Hilda’s College in Cambridge klassische Philologie lehrt. Darüber hinaus führt sie bei der lokalen Zeitung The Examiner sehr erfolgreich die sogenannte Kummerkasten-Kolumne Dear Amy, wo sie insbesondere Heranwachsenden alle – wenn auch noch so abstrusen – Fragen des Lebens beantwortet. Als eine ihrer Schülerinnen, die 15-jährige Katie Browne, vom einen auf den anderen Tag spurlos verschwindet, ist Margot alarmiert. Da Katie als Problemkind gilt, liegt für die Polizei nahe, dass sie von zuhause ausgerissen ist, und somit hat der Fall für sie auch keine echte Priorität. Aber Margot will das nicht glauben, irgendetwas sagt ihr, dass Katie entführt wurde.

Briefe einer Toten?

Als sie eines Tages die Leserbriefe ihrer Kolumne durchgeht, stockt ihr der Atem: In einem Brief, geschrieben in einer kindlichen Schrift, fleht sie ein Mädchen um Hilfe an. Sie sei von einem fremden Mann entführt worden und fürchte nun um ihr Leben. Das Unheimliche daran ist jedoch der Name der Absenderin: Bethan Avery, ein Mädchen, das vor ca. 20 Jahren ebenso spurlose verschwand wie Katie und nach langer Suche schließlich für tot erklärt wurde, da man als Indiz ein blutiges Nachthemd gefunden hatte. Wie Katie war auch Bethan ein Problemkind, das als Tochter einer alleinerziehenden Drogensüchtigen zumeist bei ihrer Oma Peggy lebte. Als diese als Notfall ins Krankenhaus kam, wurde Bethan von einer Betreuerin sofort zu ihr gebracht, danach jedoch nie wieder gesehen.

Margot ist völlig aufgewühlt, aber nach einer Weile sagt sie sich, dass es sich hierbei nur um einen geschmacklosen Scherz handeln kann. Doch dann erhält sie weitere unheimliche Briefe von derselben Absenderin, die sie nicht loslassen und Panikattacken bei ihr auslösen. Sie beschließt, zur Polizei zu gehen, aber dort glaubt ihr niemand. Man hält es für mehr als unwahrscheinlich, dass die Briefe echt sind bzw. Bethan nach all den Jahren noch am Leben ist.

Unerwartete Hilfe

Als Margot schon beinahe aufgeben will, erhält sie eine Mail von Dr. Martin Forrester vom Institut für Kriminologie. Er bietet an, die Schrift der Briefe mit Bethans Tagebucheintragungen vergleichen und auf Authentizität prüfen zu lassen. Margot willigt ein, ihn zu treffen und übergibt ihm die Briefe. Ihr wird aber sehr schnell klar, dass auch Dr. Forrester berechtigte Zweifel an der Echtheit hat, denn wie sollte es Bethan nach so langer Zeit endlich gelungen sein, einen Brief hinter dem Rücken ihres Entführers zu versenden? Aber Dr. Forresters Gefühl sagt ihm, dass Margot Recht hat und hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Er recherchiert auf eigene Faust weiter und schaltet zudem eine namhafte Psychologin ein. Die Polizei wird daraufhin hellhörig und stellt ebenfalls weitere Nachforschungen an.

Als Margot einen weiteren Brief erhält, in dem die mysteriöse Absenderin den Namen des Entführers offenbart, verliert sie komplett die Fassung. Ihre Panikattacken häufen sich, sie scheint nicht mehr sie selbst. Die beiden Entführungsfälle vereinnahmen sie zusehends, sie wird immer nervöser und hat rätselhafte Blackouts. Dr. Forrester erkennt, wie schlecht es um sie steht und möchte ihr um jeden Preis helfen. Aber Margot traut niemandem mehr, ihre einzige Sorge gilt Katie, die sie unbedingt retten will. Doch Margots Zustand ist besorgniserregend, sie hat sich nicht mehr unter Kontrolle, so dass Dr. Forrester, der sich in sie verliebt hat, schließlich nur einen – äußerst gefährlichen Ausweg – sieht, um Katie zu retten und das Geheimnis um Bethan zu entschlüsseln…

Grandioser Thriller mit spektakulärer Auflösung

Mit Dear Amy ist Helen Callaghan ein grandioses Romandebüt gelungen. In unterschiedlichen Handlungssträngen und aus unterschiedlichen Perspektiven (Margot, Katie, Entführer etc.) erzählt sie uns eine Geschichte, die anfangs schlicht unglaublich, am Ende jedoch so klar ist, dass man es als Leser kaum fassen kann. Wir (ver)zweifeln mit Margot, leiden mit Katie und tauchen darüber hinaus in die bizarre Gedankenwelt des Entführers ein, der scheinbar keine Fehler macht und mit allem davonkommt.

Während wir Margot zu Beginn als starke Persönlichkeit wahrnehmen, müssen wir im Laufe des Romans feststellen, dass sie immer undurchsichtiger und unglaubwürdiger wird. Wir können uns ihrer nicht mehr sicher sein und wissen – wie sie – nicht mehr, wem wir überhaupt trauen können. Da kommt Dr. Forrester als Fels in der Brandung gerade recht, doch ist es nicht gerade er, der uns an Margots Zurechnungsfähigkeit zweifeln lässt? Ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Leser beginnt, das uns vereinnahmt und bis zum finalen Show-down nicht mehr loslässt.

Das ist ein Thriller ganz nach meinem Geschmack: Eine klug konzipierte, außergewöhnliche Geschichte, realitätsnahe Protagonisten und Hochspannung bis zur letzten Seite. Daher mein Fazit: Ein brillanter Pageturner, den man gelesen haben muss!

Helen Callaghan: Mit dem Erstlingswerk zur Bestseller-Autorin

Helen Callaghan wurde in Los Angeles als Tochter britischer Eltern geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend abwechselnd in den USA und Großbritannien. Als junge Erwachsene konnte sie sich nur schwer auf einen Beruf festlegen und testete zunächst unterschiedliche Jobs und Tätigkeiten aus – Krankenschwester, Barfrau und Schauspielschülerin -, bis sie schließlich als Buchhändlerin ihre Erfüllung fand. Sie arbeitete für unterschiedliche Buchhandlungen und war dort primär für den Belletristik-Bereich verantwortlich. Parallel dazu holte sie ihr Abitur auf der Abendschule nach und erhielt schließlich sogar einen Studienplatz für Archäologie an der renommierten University of Cambridge.

Die Schriftstellerei blieb jedoch ihr Steckenpferd, mit dem ihr der Durchbruch als Autorin schneller gelang als erwartet: Ihr Debütroman, Dear Amy, wurde zu einem absoluten Überraschungserfolg in Großbritannien, in nur kurzer Zeit gelang ihr der Sprung auf die Bestsellerlisten. Ich bin fest davon überzeugt, dass ihr dies mit ihrem erstklassigen Thriller auch in Deutschland mühelos gelingen wird, denn ihr Crime Drama ist einfach brillant.

In einem Interview mit ihrer Schriftsteller-Kollegin Gilly Macmillan (Perfect Girl) verriet Callaghan im Übrigen, dass sie bei der Konzeption ihrer Protagonistin Margot Lewis stets Sigourney Weaver als furchtlose Offizierin Ellen Ripley (Alien) vor Augen hatte. Das komplette Interview findet ihr hier: https://www.droemer-knaur.de/leselounge/9298142/.

Wie die Autorin auf ihrer Website www.helencallaghan.co.uk berichtet, lebt sie mit ihrem Hamster Aleister und Unmengen von Büchern in Cambridge, wo sie auch arbeitet. Sie hat darüber hinaus einen Blog, den ihr auf ihrer Homepage findet und auf dem sie über ihren Roman, die Schriftstellerei an sich und über Dinge, die sie gelesen oder recherchiert hat, berichtet. So erfährt man u.a., dass Callaghan ein Faible für alte Herrenhäuser hat, mit denen sie literaturbedingt immer etwas Unheimliches bzw. Schauriges verbindet (z.B. Thornfield Hall aus Charlotte Brontës Jane Eyre oder Manderley aus Daphne du Mauriers Rebecca). Ein solches hat sie natürlich auch in ihren Roman Dear Amy eingebaut. Lasst euch überraschen und lest selbst.


Originalausgabe: Callaghan, Helen. Dear Amy. London: Penguin, 2016.
Deutsche Ausgabe: Callaghan, Helen. Dear Amy. Aus dem Englischen von Heike Reissig. München: Droemer Knaur GmbH & Co. KG, 2017.
Buchcover: www.droemer-knaur.de

Gefährliche Erinnerung

Michel Bussi: Das verlorene Kind

Seit Bussis Roman Das Mädchen mit den blauen Augen bin ich ein großer Fan des französischen Schriftstellers und habe alle seine Bücher gelesen. Seine Erzählungen sind immer sehr außergewöhnlich, ungeheuer spannend und haben eine Sogwirkung, wie ich sie bei anderen Autoren selten erlebt habe. Es ist äußerst schwierig, seine Werke einem Genre zuzuordnen, denn sie vereinen viele Facetten: Sie sind Thriller, Familiendramen und gesellschaftskritische Betrachtungen, die die Leser in ihren Bann ziehen und sie in ein raffiniertes Katz-und-Maus-Spiel verwickeln. Immer wenn man glaubt, den Plot durchschauen zu können, öffnet sich eine weitere unvorhersehbare Tür, hinter der sich ein neuer Aspekt verbirgt. Somit wird der Spanungsbogen stets weiter aufgebaut, bis Bussi uns am Ende des Romans eine völlig überraschende Auflösung präsentiert, die uns perplex zurücklässt. Und genau hierin liegt auch das Erfolgsgeheimnis des brillanten französischen Schriftstellers, der für mich zu den vielversprechendsten literarischen Entdeckungen der letzten Jahre zählt.

Ein allzu fantasievolles Kind?

Als Schulpsychologe Vasile Dragonman gebeten wird, den kleinen Malone Moulin zu begutachten, dessen allzu fantasievolle und merkwürdige Erzählungen eine Krankenschwester seiner Vorschule hellhörig werden ließen, ist es für ihn zunächst ein Fall wie jeder andere. Doch als er auf den Kleinen trifft und hört, was er in seiner kindlichen Art zu sagen hat, traut er seinen Ohren nicht: Malone behauptet, seine Mutter sei nicht seine richtige Mama, sein Vater nicht sein richtiger Papa. Darüber hinaus erzählt er Vasile von den Orten, an denen er angeblich früher gelebt und von Dingen, die er gesehen hat: Ein Schloss mit vier Türmen, eine Rakete, ein Piratenschiff und ein Menschenfresser mit einem silbernen Ohrring und einem Totenkopf-Tattoo.

Vasile lassen die Geschichten des Kleinen und auch die Bilder, die er für ihn malt, nicht mehr los. Bar jeder Logik glaubt er Malone und wendet sich zunächst an dessen Klassenlehrerin, Clotilde Bruyère, die von Schulpsychologen gar nichts hält. Für sie ist Malone einfach ein kleiner Träumer, der gern Dinge erfindet, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch Vasile lässt sich nicht abwimmeln, und so bleibt Clotilde nichts anderes übrig, als Malones Eltern einzubestellen. Während seine Mutter Amanda äußerst zurückhaltend und befremdet auf die Mitteilung der Lehrerin reagiert, ist sein Vater Dimitri außer sich vor Wut über die Einschaltung des Psychologen und verbietet sich jegliche Einmischung.

Ein Fall für die Polizei?

Als die Schule Malones Fall nach Überprüfung des Familienbuchs der Moulins als erledigt betrachtet, wendet sich Vasile auf Anraten einer Freundin an die Polizei. Doch Commandante Marianne Augresse hat eigentlich gar keine Zeit, um sich näher mit Vasiles Schilderung von Malones Geschichten zu befassen. Nach einem bewaffneten Raubüberfall mit zwei Opfern sind zwei Täter tot und ein dritter ist schwer verletzt auf der Flucht. Darüber hinaus vermutet man, dass ein vierter, sehr brutaler Täter untergetaucht ist. Man fahndet mit Hochdruck nach den Killern, doch von ihnen fehlt jede Spur. Somit hört sich Marianne Vasiles Erläuterungen auch nur zwischen Tür und Angel an, um ihrer gemeinsamen Freundin Angie einen Gefallen zu tun. Sie hält Malones Aussagen für kindliche Spinnereien, doch Vasile lässt nicht locker.

Nachdem er ihr dann in einem weiteren Gespräch auch noch mitteilt, dass Malone nach eigenen Aussagen die bizarren Stories von seinem heißgeliebten Kuscheltier Gouti erzählt bekommt, ist sie drauf und dran, Vasile freundlich aber bestimmt abzuweisen. Doch dann entdeckt Vasile durch Zufall einen Mini-MP3-Player in Goutis Bauch, auf dem mit verfremdeter Stimme sieben Geschichten für Malone aufgesprochen wurden. Er überlässt ihn Marianne zur Auswertung, aber sie ist genervt und widmet sich wieder dem alles dominierenden Raubüberfall, der absolute Priorität genießt.

Eine tödliche Falle

Vasile forscht auf eigene Faust weiter und erstellt eine Karte mit den Orten aus Malones Erzählungen und Bildern. Auch eine bedrohliche anonyme SMS kann ihn nicht davon abhalten, die Suche nach Malones wahrer Identität fortzusetzen. Nach langen Recherchen führt ihn sein Weg schließlich zu einer äußerst abgelegenen Gegend bei Le Havre, wo er sich auf Spurensuche begibt. Als er endlich Beweise für Malones Behauptungen gefunden zu haben scheint, muss er zu seinem Entsetzen feststellen, dass man ihn in eine tödliche Falle gelockt hat…

Eindrucksvoller psychologischer Thriller mit unerwarteten Wendungen

Mit Das verlorene Kind ist Michel Bussi ein nervenaufreibender psychologischer Thriller der Extraklasse gelungen. In seinem Roman, der sich aus unterschiedlichen Erzählsträngen zusammensetzt, spielt der Autor gekonnt mit den unterschiedlichen Wahrnehmungen der einzelnen Figuren, die versuchen, Malones kindliche Aussagen zu dechiffrieren. Am eindrucksvollsten ist die Geschichte immer dann, wenn uns Bussi in die Gedanken des kleinen Malone eintauchen und uns die Welt mit seinen Augen sehen lässt. Diese Kapitel sind sehr anrührend und ziehen uns noch tiefer in das Geschehen hinein, so dass wir – wie Vasile – unbedingt herausfinden möchten, wer Malone in Wirklichkeit ist.

Doch wieder und wieder wird uns dabei bewusst, wie fragil und formbar das Gedächtnis und die Erinnerungen eines kleinen Kindes sind, wie wenig wir ihnen trauen können und auf was für ein unsicheres Terrain wir uns begeben, wenn wir ihnen wortgetreu folgen. Alle diese Aspekte machen den Roman zu einem ganz besonderen Werk, das durch eine aufwühlende, dramatische Story besticht, deren kleiner Protagonist noch lange im Gedächtnis bleibt. Mein Fazit: Ein hochspannender, klug konzipierter Pageturner – sehr lesenswert!

Michel Bussi: Politologe, Geografie-Professor und Bestseller-Autor

Michel Bussi wurde 1965 in Louviers geboren. Er hat eine Professur in Geografie und lehrt an der Universität von Rouen. Still und leise ist der medienscheue Autor zum neuen Star der französischen Literaturszene avanciert. Die renommierte französische Zeitung Le Figaro listete ihn im Jahr 2014 sogar auf Platz 8 der meistgelesenen französischen Schriftsteller. Allein in 2013 wurden 500.000 von Bussis Romanen, die mittlerweile in mehr als 22 Sprachen übersetzt werden, verkauft.

Internationaler Durchbruch mit Das Mädchen mit den blauen Augen

Dabei kam seine Schriftsteller-Karriere nur sehr schleppend in Gang. Seine ersten Romanversuche in den 90er Jahren wurden von den Verlagen höflich abgelehnt. Als er 2005 nach Rom fuhr, um dort mit vielen anderen begeisterten Touristen auf den Spuren von Dan Browns Da Vinci Code zu wandeln, las er gleichzeitig eine Neuedition von Maurice Leblancs Geschichten um Meisterdetektiv Arsène Lupin. Und so kam ihm auch die Idee zu seinem ersten Roman Code Lupin, der in der Normandie, Bussis Lieblingsregion in Frankreich, spielt. Sein Erstlingswerk wurde von einem lokalen Universitätsverlag schließlich akzeptiert und 2006 veröffentlicht. Der internationale Durchbruch gelang ihm allerdings erst 2012 mit dem Roman Das Mädchen mit den blauen Augen.

Bussis Spezialität: Pageturner auf hohem Niveau

Bussi ist, wie viele Kriminalschriftsteller, ein großer Fan von Agatha Christie. Aber auch Autoren wie Ray Bradbury und insbesondere Serge Brussolo zählen zu seinen literarischen Vorbildern. Sein bevorzugtes Genre ist und bleibt der roman populaire. Auch bei seinen eigenen Romanen legt er großen Wert darauf, dass sie sehr dynamisch, das heißt fesselnd und schnell lesbar, aber gleichzeitig auf hohem Niveau sind. Seine Romanentwürfe gibt Bussi, der in einem unscheinbaren Stadtteil von Rouen lebt, sowohl an seine Professoren-Kollegen als auch an seine Arbeiter-Freunde weiter, da er auf deren Meinung großen Wert legt.

Auch in Deutschland auf Erfolgskurs

Bisher sind folgende Werke von Michel Bussi ins Deutsche übersetzt worden: Das Mädchen mit den blauen Augen (Un avion sans elle), Die Frau mit dem roten Schal (N’oublier jamais), Beim Leben meiner Tochter (Ne lâche pas ma main) und der hier vorgestellte Roman Das verlorene Kind (Maman a tort).

Sein neuestes Buch Le temps est assassin ist 2016 in Frankreich erschienen. Ich hoffe, dass man auch diesen Roman übersetzt, denn Bussis meisterhafter Schreibstil macht ihn zu einer ganz besonderen Neuentdeckung für die deutschen Leser.

Weitere Informationen über Michel Bussi findet ihr auf seiner Website www.michel-bussi.fr.


Originalausgabe: Bussi, Michel. Maman a tort. Paris: Éditions Presses de la Cité, 2015.
Deutsche Ausgabe: Bussi, Michel. Das verlorene Kind. Aus dem Französischen von Eliane Hagedorn und Barbara Reitz. Berlin: Rütten & Loening/Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, 2016.
Buchcover: www.aufbau-verlag.de
Informationen über Michel Bussi: Artikel von David Caviglioli: Michel Bussi, la nouvelle star. In: Le Nouvel Observateur. 23.02.2014:
http://bibliobs.nouvelobs.com/romans/20140220.OBS7143/michel-bussi-la-nouvelle-star.html

Kein Weg zurück

Charlotte Link: Die Entscheidung

Charlotte Link zählt für mich zu den besten zeitgenössischen Kriminalautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Romane verschlungen und bin jedes Mal überrascht, wie unterschiedlich ihre Werke sind, obwohl sie schon eine Vielzahl veröffentlicht hat. Keine Geschichte gleicht der anderen, und ihre Protagonisten sind weit davon entfernt, den für das Genre üblichen Klischees bzw. Stereotypen zu entsprechen. Ihr spezieller Erzählstil, mehrere Handlungsstränge letztendlich zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen und den Leser dabei gekonnt immer wieder auf falsche Fährten zu führen, trägt meines Erachtens maßgeblich dazu bei, dass jedes ihrer Bücher in nur kurzer Zeit den Sprung auf die Bestseller-Listen schafft. Gleiches gilt auch für ihren neuesten Thriller Die Entscheidung, der mich absolut gefesselt und mir wieder Stunden hochspannender Unterhaltung beschert hat.

Im Dilemma

Simon Lemberger freut sich darauf, Weihnachten mit seinen beiden Kindern im Ferienhaus seines Vaters in La Cadière/Südfrankreich zu verbringen. Doch die Kids sagen trotz fester Zusage kurzfristig ab, weil sie den hippen Freund ihrer Mutter ihrem spießigen Vater vorziehen. Simon ist enttäuscht und wütend, aber er traut sich nicht, seiner Ex-Frau Maya, die so gerne über seinen Kopf hinweg entscheidet, und seinen wankelmütigen Sprösslingen einmal so richtig die Meinung zu sagen. Er geht Konflikten lieber aus dem Weg, da er es sich mit niemandem verderben möchte.

Seine neue Partnerin, Kristina Dembrowski, hat er mit dieser Einstellung bereits vergrault. Sie ist es leid, nur die Frau im Hintergrund zu sein, denn Simon hatte bisher immer noch nicht den Mut, sie seiner Familie und seinen Freunden offiziell vorzustellen. Als Simon Kristina eröffnet, dass er Weihnachten lieber allein mit seinen Kindern feiern möchte, um sie nicht mit seiner neuen Lebensgefährtin zu überfordern, reicht es ihr endgültig, und sie beschließt, ihm keine zweite Chance zu geben. Simon, dessen Weihnachts- und Beziehungspläne sich von jetzt auf gleich in Rauch aufgelöst haben, hadert mit sich und seiner Situation.

Eine folgenschwere Begegnung

Auf einem seiner Strandspaziergänge eilt Simon der verängstigten und bis auf die Knochen abgemagerten Französin Nathalie Boudon zur Hilfe. Die scheinbar obdachlose und entkräftete junge Frau war aus lauter Verzweiflung in ein Apartment eingebrochen, um dort wenigstens für einige Tage ein Dach über dem Kopf zu haben. Er beruhigt den aufgebrachten Hausmeister, zahlt ihre Mietschulden und nimmt sie bei sich auf – eine folgenschwere Entscheidung, denn Nathalie ist auf der Flucht vor der Polizei. Doch mehr ist aus ihr nicht herauszubekommen. Als sie merkt, dass sie Simon trauen kann, fasst sie sich schließlich ein Herz und erzählt ihm, was passiert ist. Nachdem sie es vor Hunger nicht mehr ausgehalten hatte, war sie in Lyon mit einem Unbekannten in seine Wohnung gegangen, der ihr Essen versprochen hatte, anschließend jedoch über sie hergefallen ist. In ihrer Panik hatte sie ihm eine Flasche über den Kopf geschlagen, worauf er regungslos liegen blieb. In der Annahme, er sei tot, verließ sie fluchtartig seine Wohnung, ohne ihre Tasche und ihr Handy mitzunehmen.

Die Gejagten

Obwohl Simon eigentlich nichts lieber täte, als Nathalie mit etwas Geld wieder vor die Tür zu setzen, entschließt er sich, ihr noch ein letztes Mal zu helfen und mit ihr nach Lyon in die Wohnung des Angreifers zu fahren, um ihre Handtasche zu holen. Ein wahnwitziger Plan, wie er erst viel zu spät erkennt, denn der Mann ist tatsächlich tot – jedoch nicht von einem Schlag auf den Kopf, sondern durch brutale Folterung. Nathalie schwört, nichts damit zu tun zu haben, doch Simon kommen erste Zweifel. Und ehe sich beide versehen, geraten sie ins Visier brutaler Menschenhändler, die vor nichts zurückschrecken, um Nathalie in ihre Gewalt zu bringen. Simon ahnt, dass Nathalie ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt hat. Als sie endlich mit offenen Karten spielt, ist es viel zu spät, denn die Killer sind ihnen längst auf der Spur…

Hochspannender Thriller um ein brisantes Thema

Das brisante Thema Menschenhandel steht im Fokus von Links spannungsgeladener Geschichte. Und, wie immer, hat sie exzellent recherchiert: Beängstigend realitätsnah katapultiert sie uns in die Welt dieser kriminellen Banden, die Menschen zu Ware degradieren und sie jeglicher Würde berauben. So wird denn auch in zwei weiteren Handlungssträngen dieses Romans das tragische Schicksal der jungen Bulgarin Selina geschildert, die in die Fänge einer solchen Organisation gerät, und ebenso das mysteriöse Verschwinden des bulgarischen Mädchens Ninka beleuchtet. die auf eine Modelkarriere im Westen hoffte.

Am Ende gelingt es der Autorin wieder einmal auf brillante Weise, die unterschiedlichen Erzählfäden so zu verknüpfen, dass sich auf einmal der Gesamtkontext und alle Zusammenhänge für uns wie von selbst erschließen. Bis es allerdings soweit ist, müssen wir dem rasanten Tempo dieses hochexplosiven Thrillers, den man nicht aus der Hand legen kann, folgen, einige falsche Fährten entlarven und zu guter Letzt beim nervenaufreibenden Showdown wieder einmal feststellen, wie trügerisch Vertrauen sein kann. Mein Fazit: Ein absolutes Must Read!

Charlotte Link: Erfolgreiche Bestseller-Autorin mit Rekordauflagen

Charlotte Link wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren und studierte Geschichte und Literaturwissenschaft. Ihren ersten Roman Cromwells Traum oder Die schöne Helena schrieb sie schon im Alter von 16 Jahren, bereits drei Jahre später – 1985 – wurde er publiziert. Es folgten Gesellschaftsromane wie z.B. die Trilogie Sturmzeit, Wilde Lupinen und Die Stunde der Erben, die für das ZDF verfilmt wurden. Dies gilt ebenso für ihre Werke Das Haus der Schwestern, Die Rosenzüchterin und Das andere Kind u.v.m., die ebenfalls fürs Fernsehen mit namhaften Schauspielern adaptiert wurden.

Deutschlands Queen of Crime

Der Schwerpunkt von Charlotte Links schriftstellerischem Schaffen liegt jedoch meines Erachtens auf ihren psychologischen Kriminalromanen, die – wie ihre Gesellschaftsromane – stets nach Erscheinen sofort die Bestseller-Listen stürmen. Bis auf Das Haus der Schwestern kenne ich allerdings nur Links Kriminalromane, die ich alle gelesen habe. Mein Favorit unter ihren Thrillern ist und bleibt Das andere Kind, aber jedes ihrer einzigartigen Werke – z.B. Am Ende des Schweigens, Der Beobachter, Im Tal des Fuchses, Die Betrogene und natürlich Die Entscheidung – ist für mich ein Lesegenuss.

Neuedition ihrer Jugendbuchreihe

Darüber hinaus ist Charlotte Link auch die Verfasserin der Jugendbuchreihe Reiterhof Eulenburg mit den Romanen Mondscheingeflüster, Diamantenraub, Mitternachtspicknick und Gefährlicher Sommer, die 2010 neu herausgegeben wurden.

Ein sehr persönliches Buch

In ihrem sehr persönlichen Buch Sechs Jahre: Der Abschied von meiner Schwester, das 2014 veröffentlicht wurde, berichtet sie über das Schicksal ihrer krebskranken Schwester Franziska, die sie durch alle Phasen ihrer Erkrankung bis zu ihrem Tod begleitete.

National und international anerkanntes Renommee

Charlotte Links Romane, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, sind sowohl nationale als auch internationale Bestseller. Allein in Deutschland wurden über 26 Millionen ihrer Bücher verkauft.

Für ihr herausragendes literarisches Schaffen erhielt Charlotte Link 2007 den Medienpreis Goldene Feder.

Die Schriftstellerin lebt mit ihrer Familie in Frankfurt und engagiert sich aktiv für den Tierschutz.


Originalausgabe: Link, Charlotte. Die Entscheidung. München: Blanvalet Verlag/Verlagsgruppe Random House GmbH, 2016.
Informationsquelle über Charlotte Link: Artikel von Stefan Locke: Die Frau mit der Formel. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.12.2012:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/charlotte-link-die-frau-mit-der-formel-12009250.html
Buchcover: www.randomhouse.de