Kampf der Buchgenres
Fokus: Historische Romane

Auch in diesem Monat mache ich gerne wieder bei der einzigartigen Blogparade Kampf der Buchgenres, die Nicole von Smalltownadventure und Jana von Lifetime Hours ins Leben gerufen haben, mit. Jeden Monat wird ein bestimmtes Buchgenre thematisiert – hier nochmals die entsprechende Übersicht bis zum Jahresende:

Wie ihr an das Thema herangeht, bleibt euch überlassen. Ob ihr generell über das Genre schreibt oder eure Lieblingsbücher dieses speziellen Literaturbereichs vorstellt, könnt ihr selbst entscheiden. Immer am 15. eines Monats wird über das entsprechende Genre gebloggt, und ihr habt dann vier Wochen Zeit, um euren Beitrag zu veröffentlichen – natürlich mit Verlinkung zu Nicoles und Janas Blogs. Am 15. Januar 2017 ziehen die beiden Initiatorinnen dann ein Fazit und berichten u.a., welches Genre das beliebteste unter den Bloggern ist und welche genrespezifischen Bücher bzw. welche Autoren empfohlen wurden. Ich bin schon sehr gespannt auf die Auswertung.

Das Thema im August ist, wie oben aufgeführt, Historische Romane. Dieses Genre trifft nur sehr selten meinen Geschmack, da müssen es wirklich schon spezielle, sehr gute Bücher sein.  Wenn ich Werke aus diesem Segment auswähle, dann sind es zumeist historische Krimis, denn hier gibt es einige brillante Romane mit Lokalkolorit, die sehr beachtenswert sind. Nachstehend stelle ich euch drei meiner absoluten Favoriten vor, die für mich zu den besten ihres Genres zählen:

© HAYMONtb Verlag

Edith Kneifl: Die Tote von Schönbrunn

Dieser Roman ist einer meiner Favoriten unter den historischen Krimis und dies nicht nur, weil er in meiner Lieblingsstadt Wien spielt. Er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, was zum einen an der von der renommierten österreichischen Autorin Edith Kneifl so spannend konzipierten Story, aber vor allem an den außergewöhnlichen Charakteren liegt, die dem Leser schon nach kurzer Lektüre sehr vertraut sind. Schauplatz der Geschichte ist Wien um die Jahrhundertwende. Nach dem brutalen Mord an Kaiserin Sissi steht das Land unter Schock. Besonders erschüttert über diese Untat ist auch Protagonist Gustav von Karoly, der ein heimlicher Verehrer der schönen Kaiserin war. Der 36-jährige Von Karoly, der nach acht Jahren Armee nunmehr als Privatdetektiv arbeitet, ist der uneheliche Sohn des Grafen Batheny, der ihn jedoch offiziell nicht als Sohn anerkennt, da seine kurze Beziehung mit Gustavs Mutter, einer bekannten Opernsängerin, nicht standesgemäß war. Vor diesem Hintergrund meidet Gustav seinen Vater und möchte mit ihm so wenig wie möglich zu tun haben.

Da Gustav als Privatdetektiv nicht sehr viel verdient, teilt er sich eine Wohnung mit seiner Tante Vera von Karoly und Dorothea Palme, der 25-jährigen Tochter von Veras jüngst verstorbener Freundin Valerie, die sie nach deren Tod aufgenommen hat. Dorothea ist für die damalige Zeit äußerst emanzipiert und möchte – wie ihr verstorbener Vater – unbedingt Ärztin werden, was sich als nahezu unmöglich erweist, denn Frauen sind nicht zum Studium zugelassen. Doch Dorothea ist eine Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt und sich noch dazu von Männern ungern etwas sagen lässt – das bekommt auch Gustav zu spüren, der mit ihr des Öfteren aneinander gerät. Zum Glück ist da noch Gustavs guter Freund Rudi Kasper, Polizei-Oberkommissar, mit dem er sich regelmäßig trifft und dem er sein Leid im Hinblick auf seinen „2-Frauen-Haushalt“ klagen kann.

Nach dem Mord an Kaiserin Sissi ist ein normaler Alltag nur schwer möglich – überall gibt es Gerüchte und die wildesten Verschwörungstheorien. Auch der Tag ihrer Beerdigung steht unter keinem guten Stern. Nach ihrer Beisetzung findet man in ihrem Toilettenzimmer die fürchterlich zugerichtete Leiche der Gräfin Clementine von Reichenbach, die zur Entourage der Kaiserin gehörte. Rudi Kasper wird mit der Untersuchung dieses mysteriösen Falls beauftragt, welche sich als äußerst diffizil erweist, denn der Mord gibt viele Rätsel auf. Zeitgleich bittet Graf von Batheny seinen Sohn Gustav, den Überfall auf seine Tochter Marie Luise zu untersuchen. Da diese eine sehr lebhafte Fantasie hat, glaubt Graf von Batheny ihr nicht und ist überzeugt, dass sie den ganzen Vorfall nur erfunden hat. Aus Geldnot nimmt Gustav den Fall widerwillig an, doch inmitten seiner Recherchen wird Wien in immer kürzer werdenden Abständen von weiteren brutalen Mordfällen erschüttert – und wieder sind es adlige Frauen, die, wie man zwischenzeitlich feststellt, alle Ähnlichkeit mit Kaiserin Sissi aufweisen.

Indes wächst seinem Freund Rudi alles über den Kopf – zumal sich die Presse auf jeden Mord des Jack the Ripper von Schönbrunn stürzt. Als dann auch noch Dorothea, die Gustav mehr und mehr ans Herz wächst, brutal überfallen wird und gerade noch mit dem Leben davon kommt, riskiert er alles, um den Täter zu entlarven und aus der Reserve zu locken – ein gefährliches Unterfangen, denn der Mörder gerät völlig außer Kontrolle…

Was für ein Krimi im beschaulichen Wien! Dieser Roman ist wirklich ein absolutes Leseerlebnis, denn hier stimmt einfach alles: Die Story, der exzellent recherchierte geschichtliche Kontext und natürlich primär die Hauptfiguren, die dem Leser schnell ans Herz wachsen. Edith Kneifl, die erfolgreichste österreichische Kriminalschriftstellerin, hat mit ihrem Protagonisten Gustav von Karoly einen literarischen Charakter geschaffen, der absolut lebensecht in seinem zeitlichen Rahmen ist. Auch sein weibliches Pendant Dorothea ist sehr gut gelungen und frischt die ein wenig verstaubte k.u.k.-Ära auf. Darüber hinaus gelingt es Kneifl auf eindrucksvolle Weise, das Wien der Jahrhundertwende wieder zum Leben zu erwecken. Mein Fazit: Ein absolutes Must Read!

In dieser Reihe sind übrigens noch zwei weitere Bände erschienen, die ich demnächst ebenfalls lesen werde: Der Tod fährt Riesenrad und Totentanz im Stephansdom. Ich bin schon sehr gespannt.

© Rowohlt Taschenbuch Verlag

Silvia Kaffke: Das rote Licht des Mondes

Dieser historische Kriminalroman, der zugleich auch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte beinhaltet, ist für mich ein weiteres Highlight seines Genres. Er spielt Mitte des 19. Jahrhunderts in Duisburg-Ruhrort, als die beginnende Industrialisierung der Rhein-Ruhr-Region den Fortschritt bringt. Unter erfolgreichen Unternehmerfamilien wie Haniel und Stinnes blüht das ärmliche Gebiet auf und gewinnt an Attraktivität für ausländische Investoren. Die Protagonistin des Romans, Carolina, genannt „Lina“, Kaufmeister, ist die Tochter einer wohlhabenden Händlerfamilie. Aufgrund einer Hüftversteifung hinkt sie und gilt somit als nicht verheiratbar. Nach dem Tod ihrer Mutter pflegt sie ihren schwerkranken Vater Josef, mit dem sie in einem großen Haus gemeinsam mit Bruder Georg und Schwägerin Aaltje wohnt. Als „alte Jungfer“ wird sie von Georg und seiner Frau wie eine Dienstmagd behandelt, für ihren Vater ist sie allerdings das Lieblingskind.

Lina ist eine hervorragende Näherin mit einem Faible für Mode. Sie muss ein Kleid nur ansehen, um es auf Anhieb nachschneidern zu können. So bessert sie des Öfteren die Garderobe ihrer weniger wohlhabenden Freundinnen mit ein paar Tricks auf und orientiert sich dabei an den neuesten Trends aus Paris, die sie aus Zeitschriften kopiert. Somit zählt sie denn auch zu den guten Kundinnen der Witwe Clara Dahlmann, die in Ruhrort ein gutgehendes Tuchgeschäft betreibt und die Linas Talent und ihr untrügbares Gespür für Mode auf Anhieb erkennt.

Eines Abends als Lina nach einem Besuch bei ihrer besten Freundin Luise mit Hausdiener Simon im dichten Nebel auf dem Weg nach Hause ist, macht sie eine grausige Entdeckung: Sie findet die schrecklich zugerichteten Leichen zweier Mädchen, Hanna und Lene Hensberg, denen man das Herz entfernt hat. Als Lina ihren ersten Schock überwunden hat, erinnert sie sich an eine Kutsche, die rasend schnell an ihr vorbeifuhr. Als sie dem invaliden Ex-Leutnant und neuen Kommissar Robert Borghoff davon erzählt und noch anmerkt, dass der Kutscher für seine Position sehr teuer gekleidet war, wird dieser hellhörig, denn Linas Beobachtung lässt nur einen Schluss zu: Der Mörder gehört zur gehobenen Gesellschaft von Ruhrort. Doch der Bürgermeister will von dieser Theorie nichts hören und verbietet Borghoff, die ehrbaren Bürger der Stadt zu befragen.

Die Nachricht vom grausamen Mord an den beiden Mädchen spricht sich herum wie ein Lauffeuer. Als dann weitere Frauen auf die gleiche furchtbare Weise getötet werden, gehen Angst und Schrecken in Ruhrort um. Die verrückte Kätt spricht sogar von einem Werk des Teufels. Doch Lina lässt sich von der allgemeinen Panik nicht anstecken und stößt schließlich durch Zufall auf eine unglaubliche Spur, die zu einer angesehenen Familie führt. Robert, der sich mehr und mehr zu Lina hingezogen fühlt, glaubt ihr und ermittelt auf eigene Faust und ohne Genehmigung des Bürgermeisters. Auch Lina stellt mittels ihrer guten Kontakte eigene Recherchen an. Doch beide unterschätzen die immense Gefahr, in der sie schweben, als sie einer dunklen Verschwörung auf die Spur kommen. Denn ihre Gegner sind mächtig und schrecken vor nichts und niemandem zurück, um ihre grausigen Ziele zu erreichen…

Dieser Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven. Mysteriös, nicht auflösbar und daher hochspannend bis zum fulminanten Ende, verlangt er dem Leser einiges ab. Die Duisburger Autorin Silvia Kaffke, die im Jahr 2000 den Kulturförderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf erhielt, hat mit diesem historischen Krimi meines Erachtens ein ganz besonderes Werk geschaffen, das uns in eine interessante Zeit des Aufbruchs zurückversetzt. Als Kind des Ruhrgebiets habe ich die fundierten Informationen über die damaligen Lebensumstände, die uns die Autorin im Zuge der Geschichte übermittelt, förmlich aufgesogen.

Darüber hinaus präsentiert uns Kaffke mit ihren beiden Hauptfiguren Lina und Robert zwei Protagonisten, die man sofort ins Herz schließen muss: Die freiheitsliebende Lina, die trotz der Einschränkungen für Frauen in der damaligen Zeit ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen will, und der vom Krieg gezeichnete Robert, der mit seinem neuen Job im Leben wieder Fuß fassen möchte und der für damalige Verhältnisse eine relativ moderne Auffassung von der Rolle der Frau hat, scheinen wie gemacht füreinander. Diese ungewöhnliche Liebesgeschichte, die sehr berührend ist, erzählt die Autorin sehr behutsam, ohne Kitsch und Pathos und verleiht ihr somit die nötige Glaubwürdigkeit. Mein Fazit: Ein Pageturner sondergleichen – sehr lesenswert!

In dieser Reihe ist ein weiterer Band erschienen, Das dunkle Netz der Lügen, der bereits auf meinem SuB liegt, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Lina und Robert weitergeht bzw. welcher spannende Fall sie dieses Mal erwartet.

© Page&Turner/
Verlagsgruppe Random House

John Matthews: Stadt in Angst

Abschließend möchte ich euch noch diesen wirklich brillanten historischen Kriminalroman vorstellen, der in New York im Jahre 1891 spielt und das Thema Jack the Ripper aufgreift. Somit ist schon im Vorhinein klar, dass dieser Thriller nichts für Zartbesaitete ist, aber er ist derart gut geschrieben, ungemein spannend und, wie obige Werke, geschichtlich sehr informativ, dass man ihn meines Erachtens unbedingt gelesen habe sollte. Auch die Story, die der britische Autor John Matthews um den berüchtigten Serienmörder aller Zeiten erdacht hat, ist eine Klasse für sich. Dies gilt ebenso für seine Protagonisten, den britischen Kriminalanalytiker Finley Jameson und den hartgesottenen New Yorker Cop Joseph Argenti, deren Wege sich auf schicksalhafte Weise kreuzen. Als die Prostituierte Camille Green auf brutalste Weise ermordet wird und diese grausame Tat eindeutig die Handschrift des Serienkillers Jack the Ripper trägt, wendet sich die New Yorker Polizei an Scotland Yard, die sich sofort einschalten. Da Sir Thomas Colby, renommierter britischer Chirurg und führender Rechtsmediziner seiner Zeit, terminbedingt nicht nach New York reisen kann, schickt er seinen besten Studenten, Finley Jameson, der alle Fälle des Serienkillers bis ins Detail kennt. Er soll gemeinsam mit dem toughen US-Detective Joseph Argenti ermitteln und schnellstmöglich herausfinden, ob es sich bei dem Killer tatsächlich um Jack the Ripper oder um einen Nachahmungstäter handelt.

Die Zusammenarbeit von Jameson und Argenti gestaltet sich anfänglich schwierig, denn beide könnten nicht unterschiedlicher sein: Der dandyhafte Jameson hat eine sehr gute Ausbildung genossen, während Argenti als Sohn italienischer Einwanderer in bitterer Armut aufwuchs. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Jameson jegliche Sozialkompetenz fehlt, sein Umgang mit Menschen, insbesondere bei Befragungen, lässt zu wünschen übrig – sehr zum Missfallen von Argenti, dem Standesdünkel zuwider sind. Was der New Yorker Cop darüber hinaus nicht weiß, ist, dass Jameson opiumsüchtig ist und daher oftmals mit Blackouts zu kämpfen hat, von denen er sich nur langsam erholt und die ihn seltsam abwesend und teilnahmslos wirken lassen.

Direkt nach dem Mord an Camille Green adressiert der Killer einen Brief an Jameson, den er aber an die Presse schickt. Er scheint beängstigend viel über Jameson zu wissen, was diesen jedoch anfänglich nicht weiter belastet – ganz im Gegensatz zu Argenti, der nicht verstehen kann, warum Jameson trotz allem so unaufgeregt bleibt. Doch dann folgen weitere entsetzliche Morde an Prostituierten, in deren Leichen jeweils ein schlecht deutbares Zeichen eingeritzt wurde und die alle auf seltsame Weise mit der Farbe Rot verbunden sind.  Mit den Morden folgen weitere Briefe, die Jameson zunehmend beunruhigen. Als der Killer insbesondere Jameson dann eines Tages regelrecht vorführt und während eines Opernbesuchs in dessen Anwesenheit sein nächstes Opfer tötet, ist für Jameson das Maß voll, und er setzt alles daran, den Täter zur Strecke zu bringen. Aber der Killer ist ihm stets einen Schritt voraus, und schließlich wird sogar Jameson als Ripper verhaftet. Alles spricht gegen ihn, und wie soll er seine Unschuld beweisen, wenn seine Blackouts sein Erinnerungsvermögen trüben? Doch er hat nicht mit Argentis Hartnäckigkeit gerechnet, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um den wahren Ripper zur Strecke zu bringen…

Dieser Roman ist eine gewaltige Tour de Force, die den Leser bis zum hochspannenden Showdown in Atem hält. Der Autor John Matthews hat seiner Story um das schon oft in Romanen behandelte Thema Jack the Ripper einen nervenzerreissenden und vor allem glaubwürdigen Neuanstrich gegeben, der mich gefesselt hat. Insbesondere das Ermittlerduo Jameson/Argenti ist hervorragend gelungen. Die detaillierte Skizzierung der o.g. Protagonisten, die beide ein schmerzliches Geheimnis hüten, sowie das verstörende Psychogramm des Täters machen die Geschichte zu einem ganz besonderen Glanzpunkt unter den historischen Krimis. Darüber hinaus erfährt man auch sehr viel Wissenswertes über die Anfänge der Kriminaltechnik, die zwar mühsam waren, aber die – wenn auch mit enormem Zeitaufwand – sehr brauchbare Resultate zu Tage brachten. Mein Fazit: Ein historischer Thriller der Extraklasse – sehr empfehlenswert!

In dieser Reihe ist ein weiterer Band erschienen, Duell der Mörder, den ich mir für die Herbstferien zurückgelegt habe. Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung dieser packenden Krimireihe bzw. einen weiteren aufregenden Fall des Kult-Ermittlerduos Finley Jameson und Joseph Argenti zu lesen.

***

Dies waren meine Ausführungen zum Thema Historische Romane. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, bei dieser außergewöhnlichen Blogparade mitzumachen. Ich habe schon viele Beiträge zu den unterschiedlichsten Genres gelesen und bin immer wieder überrascht, wie viele eurer Empfehlungen ich vorher noch nicht kannte. Auf diese Weise habe ich schon einige wirklich gute Lesetipps erhalten, wofür ich immer sehr dankbar bin.


Kaffke, Silvia. Das rote Licht des Mondes. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag (www.rowohlt.de), 2010.

Kneifl, Edith. Die Tote von Schönbrunn. Innsbruck-Wien: HAYMONtb Verlag (www.haymonverlag.at), 2013.

Matthews, John. Stadt in Angst. München: Page & Turner/Verlagsgruppe Random House GmbH (www.randomhouse.de), 2014.

11 Antworten

  1. Also der letzte historische Thriller macht mich echt neugierig. Ich bin ja ein Fan von Ripper Street, eine Serie die inhaltlich auch in diese Richtung geht und die ich ziemlich mag, gerade weil sehr gut dargestellt wird, wie Fälle damals gelöst wurden, so ganz ohne Technik und man auch hier immer die Probleme von damals miteinbaut.

    Somit packe ich mir dieses Buch auch gleich mal auf meine Leseliste, da ich die Thematik äußerst interessant finde, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es definitiv sehr brutal wird. Aber finde es schön, dass man da eine Menge Fakten verarbeitet hat.

    Ansonsten finde ich das erste Buch noch interessant, gerade Sissi Fans dürften da ja auch ihre Freunde mit haben.

    Freut mich, dass du wieder mit dabei warst. Wirklich ein toller Beitrag, mit sehr ausführlichen und interessanten Kritiken.

    • Liebe Nicole,

      herzlichen Dank für deinen Kommentar.

      Ich bin auch ein Fan von Ripper Street, die Anfänge der Kriminaltechnik finde ich wirklich spannend – das CSI des Viktorianismus quasi :).

      „Die Tote von Schönbrunn“ ist wirklich super. Ich lese gerade den ersten Band „Der Tod fährt Riesenrad“ und bin genauso begeistert.

      Beim nächsten Mal mache ich auch gerne wieder mit – Klassiker mag ich nämlich sehr.

      Viele Grüße

      Rosa

  2. Liebe Rosa,

    auch wenn ich mich wiederhole :): Ein toller Post!

    Und dieses Mal sind gleich zwei Leseanregungen für mich dabei: Als erstes muss ich mich mal als Sissi-Fan outen. Ich weiß ja, dass sie nicht im Roman „mitspielt“, aber alle historischen Romane, die zu dieser Zeit spielen, finde ich daher prinzipiell schon mal sehr interessant.

    Das zweite Buch, das auf meine Leseliste kommt, ist „Das rote Licht des Mondes“. Ich bin auch aus dem Ruhrgebiet und wusste gar nicht, dass es historische Krimis über unsere Region gibt. Super!

    Viele Grüße

    Chloé

    • Liebe Chloé,

      toll, dass du gleich zwei Bücher auf deine Leseliste gepackt hast. Das freut mich wirklich sehr.

      Romane, die im historischen Wien spielen, finde ich immer interessant. Edith Kneifl ist eine brillante Schriftstellerin, bei ihren Romanen hast du immer das Gefühl, dass du auf einer Zeitreise bist, so gut hat sie recherchiert.

      Und Silvia Kaffke schreibt ebenfalls großartig. Bei der Lektüre von „Das rote Licht des Mondes“ habe ich festgestellt, wie wenig ich über die Zeit der beginnenden Industrialisierung und die Lebensumstände der Menschen in unserer Region wusste. Das macht den Roman neben der spannenden Story noch reizvoller für mich.

      Viele Grüße

      Rosa

  3. Liebe Rosa,

    Ich lese heutzutage leider kaum noch, hatte aber eine sehr intensive, lange Lesephase gerade in Bezug auf Thriller/Krimis. Historische Romane wurden von meinen Kolleginnen teils verschlungen, ich bin ehrlich, das Thema reizt mich nicht so. Jedoch hatte ich eine Krimireihe, die in NYC Anfang des 20. Jahrhunderts spielte, eine Hebamme und ein Inspektor lösten gemeinsam Fälle. Wie die Reihe heißt weiß ich nicht mehr, aber sie ist mir positiv in Erinnerung geblieben 🙂

    Liebe Grüße, Bee

    • Liebe Bee,

      wie schön, wieder mal von dir zu hören.

      Das ist ja wirklich schade, dass du nicht mehr zum Lesen kommst.

      Wie erwähnt, bin ich generell kein Fan von historischen Romanen, aber historische Krimis finde ich super, d.h. wenn sie gut geschrieben sind. Und das sind alle drei der hier vorgestellten Romane.

      Hebamme und Inspektor? Meinst du vielleicht eine ältere Krimireihe von Ann Granger?

      Liebe Grüße

      Rosa

  4. Hey 🙂

    Diese Blogparade kannte ich bisher gar nicht, aber die Idee finde ich super :). „Stadt in Angst“ hatte ich auch schon einmal auf meiner Leseliste, ist dann aber irgendwie verloren gegangen …

    Liebe Grüße
    Ascari

    • Liebe Ascari,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar.

      Die Blogparade von smalltownadventure ist wirklichh klasse. In diesem Monat sind die Klassiker an der Reihe. Vielleicht hast du ja auch Lust mitzumachen?

      Gleich schau ich mal bei dir vorbei – deinen Blog kannte ich vor der Aktion #litnetzwerk gar nicht. Das wird sich gleich sofort ändern :).

      Liebe Grüße

      Rosa

  5. Ah, Mist. Ich habe vor kurzem erst festgestellt, dass ich noch nie einen historischen Roman gelesen habe und das mal ändern sollte und gerade als du schriebst, dass du selbst auch nur schwer überzeugt werden kannst, hatte ich auf einen guten Tipp gehofft. Krimis sind allerdings auch so gar nicht mein Ding, deshalb bezweifle ich sehr, dass mir die Kombination zusagen würde. Obwohl das, was du darüber schreibst, doch irgendwie spannend klingt… hmm.
    Trotzdem ein interessanter Beitrag! Die Blogparade muss ich mir auf jeden Fall mal genauer anschauen.
    Liebe Grüße!

    • Liebe Jacquy,

      das ist ja nicht schlimm, wenn dir historische Krimis nicht zusagen.

      Was ich dir ansonsten empfehlen kann, ist „Der Maler und das Mädchen“ von Margriet de Moor und „Das dunkelste Blau“ von Tracy Chevalier.

      Vielleicht sind diese Romane ja eher nach deinem Geschmack.

      Liebe Grüße

      Rosa

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