Das Crime Drama „100 Code“
Nordic Noir der Extraklasse

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Kürzlich bin ich auf ein Crime Drama gestoßen, das mich bis zur letzten Minute in Atem gehalten hat: 100 Code, eine schwedisch-deutsche Ko-Produktion, die absolut fesselnd ist. Die Serie basiert auf Merrick, einem Roman des irischen Schriftstellers Ken Bruen und wurde von Regisseur und Oscar-Preisträger Bobby Moresco, der u.a. mit dem Drama L.A. Crash und Filmen wie Million Dollar Baby und Streets of Philadelphia berühmt wurde, meisterhaft adaptiert. Auch die Besetzung ist erstklassig: In den Hauptrollen sind der schwedische Schauspieler Michael Nyqvist, bekannt u.a. aus Stieg Larssons Millenium-Trilogie und Mission Impossible 4, und der britische Mime Dominic Monaghan, den man aus Herr der Ringe und Lost kennt, zu sehen.

Die 1. Staffel, die aus zwölf Folgen besteht, wurde 2015 erstmals auf dem Pay-Sender Sky ausgestrahlt, bevor zdf neo sie im letzten Jahr allen Zuschauern zugänglich machte. Trotz der späten Ausstrahlung (22.30 h) verzeichnete das Drama gute Einschaltquoten, was nicht verwundert, denn es hat eine ganz besondere Sogwirkung. Der Plot hat es in sich – man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Und immer dann, wenn man meint, die Auflösung zu kennen, wird man eines Besseren belehrt. Das macht für mich auch den speziellen Reiz des Genres Nordic Noir aus, das Spannung und Nervenkitzel mit Anspruch und Qualität verbindet.

100 Code 2 actors

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Tommy Conley (Dominic Monaghan) und Mikael Eklund (Michael Nyqvist)

Zwei ungleiche Partner

Als der NYPD-Ermittler Tommy Conley (Dominic Monaghan) bei seiner – bisher erfolglosen – Jagd nach einem Serienkiller auf einen ähnlich gelagerten Fall in Schweden stößt, reist er nach Stockholm, um in Zusammenarbeit mit den schwedischen Kollegen seinen Verdacht zu verifizieren, dass es sich um ein und denselben Täter handelt. Der Killer hat es stets auf junge blonde Frauen abgesehen, die er jedes Mal in den Wintermonaten nach einem absonderlichen rituellen Muster tötet und sie nahe am Wasser zwischen gelben Aphrodill-Blumen ablegt.

Conley ist nach einem traumatischen Erlebnis übermotiviert, doch die Hilfsbereitschaft der Stockholmer Mordkommission hält sich in Grenzen. Insbesondere der erfahrene Teamleiter Mikael Eklund (Michael Nyqvist) ist ausgebrannt und hat keine Lust, sich hier zu engagieren. Nach dem tragischen Krebstod seiner Frau möchte er seinen zeit- und nervenaufreibenden Job gegen eine Tätigkeit im erfolgreichen Sicherheitsunternehmen seines Freundes eintauschen und sich mehr um seine 17-jährige Tochter Hanna (Felice Jankell) kümmern, die sehr unter dem Verlust ihrer Mutter leidet. Aber seine Vorgesetzte Karin Hammar (Charlotta Jonsson) lässt Eklund keine Wahl: Sie geht – zum Schein – auf seinen Kündigungswunsch ein, um ihn zu beschwichtigen und schlägt vor, diesen bizarren Mordfall als seinen letzten zu betrachten.

100 Code Nyqvist

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Mikael Eklund (Michael Nyqvist)

Persönliche Dämonen

Widerwillig stimmt Eklund zu, um sich dann mit seinem amerikanischen Kollegen auf Spurensuche zu begeben. Doch die Zusammenarbeit der beiden gestaltet sich äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Conley traut niemandem und gibt wichtige Informationen zu den New Yorker Fällen nur zögerlich preis, was Eklund schier wahnsinnig macht. Als Conley ihm – viel zu spät – berichtet, dass er den mythologischen Charakter der Morde entschlüsseln konnte, flippt Eklund aus und weigert sich, weiter mit ihm zu kooperieren.

Doch dann geschehen weitere Morde im gleichen Stil, und Eklunds Ehrgeiz ist geweckt. Er hadert zwar mit seinen Selbstvorwürfen, nie genug Zeit für seine kranke Frau und seine Tochter gehabt zu haben, doch er muss schließlich erkennen, dass er mit Leib und Seele Ermittler ist und seine Arbeit immer Vorrang haben wird – egal, wie sehr er sich auch dafür hasst. Auch Conley geht es nicht anders: Er kämpft mit seinen Dämonen und dämpft seine permanente Ruhelosigkeit mit Schlafmitteln, die er sich illegal verschafft. Für den Tod seines Kollegen und für den Mord an seiner großen Liebe Maggie gibt er sich die Schuld, seine Gewissensbisse lassen ihn nicht los. Das Einzige, was ihn aufrecht hält, ist die Jagd nach dem brutalen Täter, der scheinbar immer einen Schritt voraus ist.

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Mikael Eklund (Michael Nyqvist), Tommy Conley (Dominic Monaghan) und Team

Auf der Suche nach einem Phantom

Conley und Eklund raufen sich zusammen und kommen dem Täter schließlich immer näher. Die Spur führt nach intensiven Recherchen schließlich zu zwei Verdächtigen, die sich zum Zeitpunkt der Morde in New York und Stockholm aufhielten: Ein Zahnarzt und ein Universitätsprofessor. Als man den Täter im Visier zu haben glaubt und ihn schließlich stellen kann, sagt dieser kurz vor seinem Tod etwas, das Conley und Eklund zutiefst schockiert und ihnen unmissverständlich klar macht, dass sie von der Lösung der unheimlichen Mordfälle weit entfernt sind und wieder ganz von vorne anfangen müssen.

Aber Conley und Eklund, die mittlerweile festgestellt haben, dass sie trotz aller Unterschiedlichkeiten als Ermittlerduo sehr gut funktionieren, geben nicht auf und wagen einen erneuten Anlauf. Und sie werden fündig: Im Dark Net, der dunklen, abgründigen Seite des Internets, stoßen sie mit Hilfe ihres cleveren neuen Teammitglieds, einem jungen Hacker, auf den mysteriösen L.H., einen gefährlichen Manipulator, der Menschen für seine Zwecke instrumentalisiert und sie regelrecht zum Töten „abrichtet“. Um dieses Phantom so schnell wie möglich zu identifizieren und weitere Morde zu verhindern, wollen ihm Conley und Eklund eine Falle stellen, doch sie unterschätzen L.H. gewaltig und geraten – ohne es auch nur zu ahnen – bald in tödliche Gefahr…

Hochspannende Serie mit vielen unerwarteten Wendungen

100 Code ist für mich die spannendste Serie, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Als Zuschauer wusste ich nie, was mich als nächstes erwartet, denn nichts ist sicher, nichts vorhersehbar – wie die Ermittler tappt man zunächst völlig im Dunkeln. Das nervenaufreibende Plot und die vielschichtigen, zerrissenen Charaktere tun ihr übriges, um uns sogartig in diese brillant konzipierte Geschichte zu ziehen und uns bis zum explosiven Cliffhanger-Finale nicht mehr loszulassen.

Die Serie lebt in erster Linie von den exzellenten schauspielerischen Leistungen der Hauptakteure: Michael Nyqvist ist großartig als jobmüder, grüblerischer Ermittler Eklund, der verzweifelt versucht, sich seiner Tochter nach dem Tod seiner Frau wieder anzunähern und den Spagat zwischen Job und Privatleben zu schaffen. Gleiches gilt für Dominic Monaghan als Tommy Conley, der nach dem Tod seines Kollegen und seiner Freundin nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Doch weder er noch Eklund lassen ihre Verzweiflung Oberhand gewinnen: Sie kämpfen mit sich – und ihrem unsichtbaren Gegner -, weil sie tief in ihrem Inneren trotz allem hoffen, dass am Ende vielleicht doch alles gut wird. Ob sich dies als Trugschluss erweist, sei an dieser Stelle nicht verraten.

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Tommy Conley (Dominic Monaghan), Mikael Eklund (Michael Nyqvist) und Team

Auch die Nebenrollen sind sehr gut besetzt: Felice Jankell als Eklunds Tochter Hanna ist eine echte Neuentdeckung. Sie spielt ihre schwierige Rolle sehr berührend und realitätsnah. Dies trifft ebenso auf Peter Eggers zu, der Hannas undurchsichtigen Freund Göran äußerst bedrohlich porträtiert. Auch Eklunds Team, Ebba, Björn und Phille, ist mit den Akteuren Cecilia Häll, Danilo Bejarano und Kristoffer Berglund spritzig gecastet.

Alles in allem ist 100 Code für mich der Geheimtipp unter den Serien und absolut sehenswert. Der Titelsong Hard Time der schwedischen Sängerin Seinabo Sey hat übrigens absoluten Ohrwurmcharakter.


100 Code
Produktionsland: Schweden
Deutscher Vertrieb: polyband Medien GmbH, München

Mein herzlicher Dank gilt der polyband Medien GmbH, München (www.polyband.de), die mir alle oben aufgeführten Fotos inkl. DVD-Cover zur Verfügung gestellt hat.

Luxusleben

Liza Klaussmann: Villa America

Sie waren der Inbegriff der Reichen und Schönen in den Goldenen Zwanzigern und zelebrierten das Leben und den Luxus. Ihr exquisiter Stil und ihr Sinn für Kunst und Literatur waren ebenso einzigartig wie ihre legendären Parties, die sie mit dem Who is Who der literarischen und künstlerischen Größen in ihrem exklusiven südfranzösischen Domizil, Villa America, glamourös feierten. Und doch waren die Murphys, die im Fokus von Liza Klaussmanns zweitem Roman stehen, hinter der Glitzerfassade eine bodenständige amerikanische Expatriate-Familie: Yale-Absolvent Gerald, Sohn eines reichen Lederwarenhändlers aus New York, und Sara, geb. Wiborg, Tochter eines vermögenden Tintenherstellers, führten mit ihren drei Kindern Patrick, Boath und Honoria trotz ihres immensen Wohlstandes ein relativ normales Leben, das jedoch von zwei tragischen Schicksalsschlägen erschüttert wurde, die beide nie verkrafteten.

Die Priviligierten

In drei Teilen (Teil 1: Das Erwachen – Teil 2: Die goldene Schale – Teil 3: Was gefunden wurde) mit verschiedenen Handlungssträngen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt Klaussmann die Geschichte des berühmtesten VIP-Paares seiner Zeit auf sehr berührende Weise. Sie beginnt jedoch nicht in medias res, sondern setzt bei der Kindheit und Jugend der beiden Protagonisten an, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Während der introvertierte, feinfühlige Gerald von einem schikanösen Kindermädchen erzogen wird und sehr unter der Lieblosigkeit und Strenge seines erfolgreichen Vaters leidet, wachsen Sarah und ihre zwei Schwestern wohlbehütet und umsorgt auf. Ihre Mutter, eine bekannte High Society Lady, lässt es ihnen an nichts fehlen und führt sie in die feine Gesellschaft ein, wo sie Ausschau nach einem passenden Ehemann halten sollen. Doch Sarah liebt ihre Freiheit und ist auch im Alter von 29 noch unverheiratet – ein absolutes No-Go in der damaligen Zeit.

Ehe mit Hindernissen

Da sich Geralds und Saras Familien kennen, treffen sich die beiden des Öfteren im Urlaub in den exklusiven Hamptons. Aus der anfänglichen Freundschaft erwächst eine tiefe Zuneigung und schließlich Liebe. Beide sind sehr literatur- und kunstinteressiert, äußerst ästhetisch-orientiert und teilen ihre Begeistung für ausgefallene Dinge. Als sie schließlich ihren Eltern von ihren Heiratsabsichten berichten, sind diese nicht begeistert: Saras Familie möchte keinen Schwiegersohn aus einer Händlerfamilie, und Geralds Vater ist mit den Entscheidungen seines Sohnes prinzipiell nie einverstanden, weil ihm in seinen Augen jeglicher Geschäftssinn und die gebührende Lebenshärte fehlt. Doch beide setzen sich durch und beschließen nach ihrer Heirat und Geburt ihrer drei Kinder, den USA den Rücken zu kehren.

Glückliche Ex-Patriates

Sie ziehen nach Paris, wo Gerald sich endlich seiner heißgeliebten Malerei widmen kann, ohne dafür von seinem Vater gedemütigt zu werden. Dort machen sie schnell Bekanntschaft mit der literarischen und künstlerischen Ex-Patriate-Bohème: Sie treffen u.a. auf F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda, Ernest Hemingway, John Dos Passos, Jean Cocteau, Pablo Picasso, Dorothy Parker und Cole Porter, ein enger Studienfreund von Gerald. Als sie schließlich eine luxuriöse Villa am südfranzösischen Cap d’Antibes beziehen, die sie Villa America nennen, wird diese schnell zum kulturellen Dreh- und Angelpunkt der Schriftsteller- und Künstlerszene: Die Murphy-Parties sind nicht zu übertreffen, eine Einladung gleicht einem Ritterschlag. Gerald und Sara unterscheiden sich wohltuend von der reichen Schickeria, denn sie sind äußerst belesen und künstlerisch sehr gebildet, so dass ein Gedankenaustausch mit ihnen für die Schriftsteller, Maler und Musiker immer sehr inspirierend ist. Doch auch der Spaß darf natürlich nicht zu kurz kommen: Saras Kostümparties sind ein Hit, für die Skandale sorgen die Gäste – sei es nun der sturzbetrunkene Fitzgerald, der die Gäste anpöbelt, seine oftmals theatralische Gattin Zelda, die in einem pinken Tütü Rad schlägt oder Hemingway, bei dem Eifersuchtsszenen mit seinen wechselnden Ehefrauen an der Tagesordnung sind.

Eine folgenschwere Begegnung

Zu dieser bunten Gesellschaft stößt eines Tages der scheue Pilot Owen Chambers, der nach seinem Einsatz im 1. Weltkrieg nunmehr für ein kleines Gehalt Luxusgüter transportiert. Durch Zufall lernen er und die Murphys sich kennen und schätzen. Besonders er und Gerald fühlen sich sofort eng verbunden. Die Murphys geben ihm Transportaufträge und laden ihn auch zu ihren Parties ein. Dass Owen auf Männer steht, wird schnell deutlich, man ist jedoch diskret und tolerant genug, um daraus kein Thema zu machen. Gerald, dessen feminine Seite schon oftmals Anlass zu Spekulationen gab, fühlt sich mehr und mehr zu Owen hingezogen, der seine Gefühle – wenn auch zögerlich – erwidert. Sie beginnen schließlich eine Affäre in aller Heimlichkeit, doch beide können ihr Glück nicht genießen, denn zu sehr plagt sie das schlechte Gewissen wegen Sara. Sie merkt natürlich, dass etwas im Gange ist, doch ihre tiefe Liebe zu Gerald ist für sie entscheidend. Als dann ihre Familie von zwei tragischen Schicksalsschlägen erschüttert wird, die Gerald und Sara kaum verkraften können, trifft Owen eine folgenschwere Entscheidung, nach der nichts mehr so ist wie vorher…

Ein beeindruckender Roman über das Leben eines berühmten It-Paares

Mit Villa America ist Liza Klaussmann ein eindrucksvoller Roman über das Leben und Schicksal der berühmten Murphys gelungen. Ihr äußerst detailliert recherchiertes Werk ist nicht nur eine großartig erzählte Rückschau auf das Leben der beiden Protagonisten, sondern lässt auch die glamourösen 20er Jahre voll sprühender Lebensfreude und Esprit wieder lebendig werden. Die glorreichen Parties des It-Paares beschreibt die Autorin derart lebhaft, dass man meint, mitten im Geschehen zu sein, was ein wahrer Lesegenuss ist. Es gelingt der Schriftstellerin meisterhaft, den Leser am Ende des Romans mit dem Gefühl zurückzulassen, alle Personen des Buches schon lange und gut gekannt zu haben. Und genau auf diese Weise entfalten Facts & Fiction ihre ganz besondere Wirkung.

Da tut es auch gar nichts zur Sache, dass Klausssmann Pilot Owen Chambers frei erfunden hat. Da schon sehr früh Gerüchte kursierten, dass Gerald eventuell homosexuell sein könnte, kreierte Klaussmann Owen als Murphys männliches Pendant. Chambers ist darüber hinaus eine tragische Figur, dessen schicksalhafte Lebensgeschichte in separaten Handlungssträngen erzählt wird – ein weiteres Highlight dieser erstklassig komponierten Geschichte, die nach Lektüre noch lange nachhallt. Mein Fazit: Ein absolutes Must Read!

Liza Klaussmann: Ur-Ur-Urenkelin von Herman Melville und Fan der Roaring Twenties

Liza Klaussmann wurde 1976 in Brooklyn/New York geboren. Sie ist die Urururenkelin von Herman Melville, der u.a. den Klassiker Moby Dick schrieb. Einen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie auf Martha’s Vinyard, einer exklusiven idyllischen Insel an der Südküste von Cape Cod/Massachusetts. Sie studierte Kreatives Schreiben in den USA und in England und arbeitete danach zunächst als Journalistin. Für die renommierte Zeitung International Herald Tribune war sie zehn Jahre als Korrespondentin in Paris tätig. Im Jahre 2001 wechselte sie dann zur namhaften New York Times, wo sie im Bereich Financial News arbeitete.

Der literarische Durchbruch gelangt ihr gleich mit ihrem ersten Roman, Zeit der Raubtiere (Tigers in Red Weather), der 2012 erschien und mit dem British National Book Award und dem ELLE Grand Prix for Fiction ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus ernannte sie Amazon UK zum literarischen Rising Star des Veröffentlichungsjahres.

Wie Klaussmann Gemma Kappala-Ramsamy von The Guardian in einem Interview1 verriet, liebt sie nicht nur die Literatur ihres Urururgroßvaters, sondern ist darüber hinaus auch ein großer Fan des amerikanisch-britischen Schriftstellers Henry James, dessen Werke sie sehr beeindruckt haben. Darüber hinaus liest sie mit der gleichen Begeisterung die hochspannenden Krimis von PD James, Martha Grimes und Patricia Cornwall, die sie sehr bewundert.

Die Schriftstellerin lebt mit ihrer Familie in London, wo sie auch arbeitet.

Die biografischen Angaben der Autorin sind den Verlagsinformationen entnommen.


Originalausgabe: Klaussmann, Liza. Villa America. London: Picador/Pan Macmillan/Macmillan Publishers Ltd., 2015.
Deutsche Ausgabe: Klaussmann, Liza. Villa America. Aus dem amerikanischen Englisch con Michaela Grabinger. München: Droemer Knaur GmbH & Co. KG, 2016.
Buchcover: www.droemer-knaur.de
1Interview von Gemma Kappala-Ramsamy, The Guardian, 12.08.2012: https://www.theguardian.com/books/2012/aug/12/liza-klaussmann-interview-tigers-red-weather

Mata Hari: Jenseits des Mythos

Paulo Coelho: Die Spionin

Als Protagonistin seines neuesten Romans Die Spionin hat der brasilianische Bestsellerautor Paulo Coelho eine schillernde und undurchsichtige Frauenfigur gewählt, die ihren eigenen Mythos schuf und die Gesellschaft wie kaum eine andere polarisierte. Die Geschichte der niederländischen Hutmacher-Tochter Margaretha Zelle, die als exotische Tänzerin unter dem Künstlernamen Mata Hari (javanisch: Auge des Tages/Sonne) alle in ihren Bann zog und als glamouröse Kurtisane mächtiger Männer ein Luxusleben führte, ist ebenso abenteuerlich wie tragisch. Für die einen war sie die sinnliche Verkörperung eines unbezähmbaren Freigeistes und einer emanzipierten Frau, die nach ihren eigenen Regeln lebte und sich in einer von Männern dominierten Welt behauptete. Für die anderen war sie eine manipulative Lügnerin und Exhibitionistin, die sich auf der Bühne auszog und sich für Geld, Schmuck und teure Kleider prostituierte.

Lichtgestalt im Schatten

Doch wer bzw. wie war sie wirklich? Dass die Lichtgestalt hinter all dem Glanz ein Schattendasein fristete, scheint undenkbar. Hier setzt Coelho an und stellt auf seine ganz spezielle Weise die diversen Facetten des nebulösen Charaktermosaiks der Femme Fatale heraus. Mittels eines aus drei Teilen bestehenden fiktiven Briefromans erzählt er vom ungewöhnlichen Aufstieg und fatalen Niedergang der freiheitsliebenden Diva: Zum einen aus Sicht der Ich-Erzählerin Margaretha/Mata, die aus dem Gefängnis in einem Brief an ihren glücklosen Anwalt Maître Clunet ihr Leben Revue passieren lässt (Teil 1 und Teil 2) – zum anderen aus Sicht des zweiten Ich-Erzählers, ihres o.g. Verteidigers, der verzweifelt versucht, sie zu retten (Teil 3). Es ist ein bewegtes, aufregendes, gefährliches, aber auch oberflächliches Leben, an dem Coelho uns teilhaben lässt, für das die berühmte Schlüsselfigur am Ende den höchsten Preis zahlen muss.

Trauma und Flucht

Margaretha Zelles Lebensgeschichte beginnt zunächst recht beschaulich. Sie wurde 1876 im niederländischen Leeuwarden geboren, wo ihre Eltern eine Hutmacherei betreiben. Die erfolgreichen Börsenspekulationen ihres Vaters ermöglichen ihnen anfänglich eine sorgenfreie Existenz, die kleine Margaretha wächst rundum behütet auf. Als die Mutter jedoch krank wird und stirbt, ändert sich alles. Margaretha wird auf eine Schule in Leiden geschickt – dort wird sie ein traumatisches Erlebnis für immer verändern: Der Direktor der Schule vergewaltigt sie im Alter von 16 Jahren, und nichts ist mehr wie vorher. Sie beschließt, dem spießigen, kleinbürgerlichen Milieu zu entfliehen und sieht nur einen Ausweg aus ihrem Dilemma: Die Ehe mit einem adäquaten Mann, der ihr die Welt zu Füßen legt.

Alptraum einer Ehe

Und so antwortet sie auf eine Annonce des mehr als doppelt so alten Rudolph MacLeod, ein Offizier aus Niederländisch-Ostindien, der auch tatsächlich anbeißt. Sie heiratet ihn, zieht mit ihm nach Java und bekommt zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, der jedoch auf tragische Weise ums Leben kommt. Ihre Ehe, von der sie sich so viel erhofft hatte, erweist sich als Alptraum: Ihr Mann trinkt, betrügt, schlägt und vergewaltigt sie. Zunächst erduldet sie alles, doch nach einem grausamen Erlebnis, das sie tief erschüttert, hat sie genug. Sie verlässt ihren Mann und ihre Tochter, um in Europa nochmals von vorne zu beginnen.

Schillernder Neubeginn

Margaretha erfindet sich neu, sogar ihren Namen legt sie ab. Sie weiß um ihre Wirkung auf Männer und strebt als geheimnisvolle Mata Hari eine Karriere als glamouröse orientalische Tänzerin in Paris an. Mit dramatischen Kostümen, opulentem Schmuck und sinnlichen Tänzen, an deren Ende sie sich vollständig entkleidet, setzt sie sich gekonnt in Szene und avanciert schließlich zum Star. Auftritte im Olympia und mit den namhaften Folies Bergères lassen sie zu einer – wenn auch skandalösen – Berühmtheit werden. Ihre Gönner – mächtige, reiche Männer aus Politik und anderen einflusssreichen Kreisen – geben sich die Klinke in die Hand und lassen sie im Luxus schwelgen. Doch wo bleibt das Glück? Der Liebe hat sie nach ihrer Vergewaltigung abgeschworen, Sex ist für sie nur Mittel zum Zweck. Für sie ist alles ein großes Spiel, sich selbst sieht sie als Kriegerin, die stets alles unter Kontrolle hat und nur gewinnen kann. Sie manipuliert Männer wie Frauen und bekommt am Ende immer das, was sie will. Auch ihren Mythos kreiert sie selbst: Die rätselhafte verführerische Exotin, um deren Vergangenheit sich viele Gerüchte ranken und die jeden auf geheimnisvolle Art in ihren Bann zieht.

Gefährliches Spiel

Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht, wendet sich das Blatt. Mata wird von französischer und deutscher Seite animiert, als Spionin tätig zu werden. Nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich begibt, erklärt sie sich – auf beiden Seiten – dazu bereit, obwohl sie in keiner Weise die Absicht hat, zu spionieren. Sie beschließt, lediglich Klatsch und Tratsch weiterzugeben, der ihr bei ihren Treffen mit den Mächtigen, Reichen und Schönen zu Ohren kommt. Aber sie unterschätzt ihre Gegenspieler, und so kommt es wie es kommen muss.: Man verhaftet sie als Doppelagentin wegen Hochverrats. Mata ist fest davon überzeugt, dass ihr nichts passieren kann und sich einer ihrer reichen Gönner bestimmt für sie einsetzt. Doch alle ziehen sich zurück, am Ende ist sie ganz auf sich allein gestellt. Nur ihr Verteidiger Clunet setzt alles daran, ihr Leben zu retten, aber Matas Hang zur Unwahrheit setzt eine fatale Abwärtsspirale in Gang, die am Ende den höchsten Tribut fordert…

Brillante Retrospektive einer freiheitsliebenden Femme Fatale

Mit Die Spionin ist Paulo Coelho eine brillante Retrospektive einer unkonventionellen Frau und Künstlerin gelungen, die ihrer Zeit weit voraus war und die für ihr selbstbestimmtes, freies Leben schließlich teuer bezahlte. Coelho hat exzellent recherchiert: Er erforschte nicht nur Mata Haris Leben en detail, sondern studierte auch insbesondere ihre Gerichtsakten. Die berührende Lebensbeichte der rätselhaften Femme Fatale, die gleichzeitig auch eine bestechend scharfe Selbstanalyse ist, hat Coelho so realitätsnah komponiert, dass man vergisst, dass es sich hierbei um Fiktion handelt. Mit großem Einfühlungsvermögen versetzt er sich in die Gedankenwelt dieses weiblichen Libertins und lässt uns teilhaben an ihren Träumen, ihrem grausamen Erwachen, ihrem Neubeginn, ihrem kometenhaften Aufstieg und schließlich auch an ihrem tragischen Niedergang.

Es ist eine Gratwanderung, die Coelho jedoch meisterhaft gelingt: Sein Vermischen von Facts & Fiction macht den Roman zu einem ganz besonderen Leseerlebnis, an dessen Ende wir nicht umhin kommen, Margaretha/Mata zu bewundern – für ihr unermüdliches Streben nach Freiheit in einer patriarchalischen Gesellschaft, für ihren Mut, ihre Macht als Frau zu ihren eigenen Gunsten zu nutzen, für ihre Kühnheit, über alle gesellschaftlichen Regeln hinweg ihr eigenes Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten, auch wenn es für Frauen damals wenig schicklich war.  Und die nonkonforme Rebellin geht ihren Weg unbeirrt bis zum Schluss, um ihrem Schicksal – scheinbar furchtlos – noch ein letztes Mal die Stirn zu bieten.

Mein Fazit: Ein brillanter Roman – sehr lesens- und empfehlenswert!

Paulo Coelho: Bestseller-Autor und lebenskluger Philosoph

Der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro als Sohn eines Ingenieurs geboren. Er wurde streng religiös erzogen und besuchte die lokale Jesuitenschule. Dort startete er auch seine ersten literarischen Versuche und gewann in jungen Jahren sogar einen Preis bei einem Lyrik-Wettbewerb. Nach absolvierter Schulzeit begann Coelho ein Jurastudium – sehr zum Mißfallen seines Vaters, der aus ihm gerne ebenfalls einen Ingenieur gemacht hätte. Doch sein Sohn rebellierte, brach sein Studium ab und zog als Hippie zwei Jahre um die Welt. Danach versuchte er sich als Theater- und Drehbuchautor, jedoch erfolglos. Er konsumierte Drogen und begehrte gegen das Establishment auf. Seine konservativen Eltern waren über den unsteten Lebenswandel ihres Sohnes entsetzt und ließen ihn mehrfach in eine psychiatrische Anstalt einweisen.

In den 70er Jahren war Coelho als Mitglied der antikapitalistischen „Alternativen Gesellschaft“ auch politisch aktiv und schrieb provokante Rocksongs gemeinsam mit dem Musiker Raul Seixas. Er studierte und probierte unterschiedliche Lebensmodelle aus (u.a. auch Hare Krishna) und startete seine ersten Versuche als Schriftsteller, die jedoch nicht erfolgreich waren. Um sich zu finanzieren, arbeitete er in dieser Zeit u.a. bei einer Plattenfirma und als Redakteur.

Coelhos einschneidendes Erlebnis in der 80er Jahren, das ihn zum katholischen Glauben zurückfinden ließ, war seine Pilgerreise auf dem Jacobsweg, die er in seinem 1987 publizierten gleichlautenden Buch Auf dem Jakobsweg – Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela verarbeitete. 1988 folgte dann sein Roman Der Alchimist, der jedoch zunächst nicht so gut angenommen wurde. Dies änderte sich jedoch mit seinem nächsten Werk Brida, ein sensationeller Überraschungserfolg, der entscheidend dazu beitrug, dass seine beiden ersten Bücher ebenfalls den Sprung auf die Bestsellerlisten schafften. Aufgrund exorbitant hoher Verkaufszahlen gelang Coelho mit Der Alchimist sogar der Eintrag ins berühmte Guinness Buch der Rekorde.

Danach ging es mit seiner Karriere stetig aufwärts: Mit Werken wie Schutzengel, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte, Der Wanderer, Der fünfte Berg, Veronika beschließt zu sterben, Der Dämon und Fräulein Prym, Der Zahir, Die Hexe von Portobello, Aleph, Die Schriften von Accra, Untreue u.v.m. katapultierte er sich in die Riege der Weltbestseller-Autoren. Seine Romane wurden in 81 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von ca. 210 Mio. Exemplaren. Er wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet – u.a. Crystal Award des World Economic Forums, Planetary Consciousness Award des Clubs of Budapest, BAMBI, Buchpreis Corine für Belletristik u.v.m. Zudem ist er Mitglied der französischen Ehrenlegion und der namhaften Academia Brasileira de Letras.

Darüber hinaus ist Coelho mit mehr als 10 Mio. Followern bei Twitter und 26 Mio. Likes bei Facebook der ungekrönte Literaten-König der Social Media.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website http://www.paulocoelho.info/Paulo-Coelho.html und seiner Homepage bzw. seinem Blog, http://paulocoelhoblog.com.

Seine biografischen Angaben sind den Verlagsinformationen, seiner o.g. Homepage und Wikipedia entnommen.


Originalausgabe: Coelho, Paulo. A Espiã. Rio de Janeiro: Editora Paralela (Editora Schwarcz S.A.), 2016.
Deutsche Ausgabe: Coelho, Paulo. Die Spionin. Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann. Zürich: Diogenes Verlag AG, 2016.
Buchcover: www.diogenes.ch

Das Hogarth Shakespeare Project:
Eine Hommage an den „Bard of Avon“

„The readiness is all…“

Zum 400. Todestag von William Shakespeare (23.4.2016) hat sich der renommierte britische Verlag The Hogarth Press, der 1917 von Virginia Woolf und ihrem Mann Leopold gegründet wurde und nun zur Penguin Random House Gruppe gehört, etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Zu Ehren des wohl bedeutendsten Dramatikers aller Zeiten initiierte man das einzigartige Hogarth Shakespeare Project als eindrucksvolle Hommage an den Bard of Avon. Die brillante Idee, auf der das Projekt basiert, war es, etablierte Autoren zu finden, die bereit sind, eine Cover Version eines Shakespeare-Stücks ihrer Wahl, das für sie auch einen persönlichen Bezug hat, zu schreiben. Diese Romane werden dann sukzessive nach ihrer Fertigstellung in 28 Ländern von jeweils einem ausgewählten Verlag pro Land publiziert.

Nachdem man einige renommierte Autoren angesprochen hatte, erhielt man in nur kurzer Zeit den Zuschlag der folgenden acht international bekannten Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die nicht nur von der einmaligen Idee restlos begeistert waren, sondern für die Shakespeare darüber hinaus auch eine ganz besondere Bedeutung hat. In der nachfolgenden Übersicht sind alle partizipierenden Autorinnen und Autoren und ihre bereits erschienenen und noch ausstehenden Cover-Versionen sowie das von ihnen gewählte Shakespeare-Werk aufgelistet:

***

Autor/in Roman Shakespeare-Werk
Jeanette Winterson Der weite Raum der Zeit
(A Gap of Time)
Das Wintermärchen
(A Winter’s Tale)
Howard Jacobson Shylock
(Shylock Is My Name)
Der Kaufmann von Venedig
(The Merchant of Venice)
Anne Tyler Die störrische Braut
(Vinegar Girl)
Der Widerspenstigen Zähmung
(The Taming of the Shrew)
Margret Atwood Hexensaat
(Hag-Seed)
Die deutsche Version erscheint im April 2017.
Der Sturm
(The Tempest)
Tracy Chevalier New Boy
Das Original erscheint im Mai 2017, die deutsche Version vorauss. im Frühjahr 2018.
Othello
Jo Nesbø Der Roman erscheint vorauss. im Herbst 2018.
Macbeth
Gillian Flynn Der Roman erscheint vorauss. nach Herbst 2018. Hamlet
Edward St. Aubyn Der Roman erscheint vorauss. im Herbst 2018. King Lear
(König Lear)

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In Deutschland wurde der namhafte zur Random House Gruppe gehörende KNAUS Verlag als Partner für das Hogarth Shakespeare Projekt (http://www.shakespeare-projekt.de/) ausgewählt – eine ganz besondere Ehre für den Verlag, der mit Werken von Walter Kempowski Bekanntheit erlangte und ein vielfältiges Spektrum anspruchsvoller, unterhaltsamer Belletristik und Sachbücher publiziert. Das breit gefächerte Programm von KNAUS hält auch in diesem Jahr wieder äußerst spannende und interessante Neuerscheinungen bereit. Da fällt die Auswahl wirklich schwer: https://www.randomhouse.de/Verlag/Knaus/11000.rhd.

„We are such stuff as dreams are made on…“

Trio

© KNAUS Verlag/Random House Gruppe

Ich werde euch nach und nach alle drei bisher erschienenen Romane vorstellen. Den Anfang macht Jeanette Wintersons Roman Der weite Raum der Zeit, eine exzellente Neuschreibung von Shakespeares Wintermärchen. Es folgen Shylock von Howard Jacobson, der dem Shakespeare-Drama Der Kaufmann von Venedig eine ganz andere Note verleiht und Anne Tylers Cover-Version von Der Widerspenstigen Zähmung, Die störrische Braut. Am 17.4.2017 erscheint auch Margret Atkinsons Beitrag zu diesem Projekt, der den bezeichnenden Titel Hexensaat  trägt und Shakespeares Werk Der Sturm in die heutige Zeit transferiert. Hierauf freue ich mich schon ganz besonders.

Zur Einstimmung auf das Thema findet ihr unter folgendem Link ein extra für dieses Projekt konzipiertes Video, in dem sich die Autorinnen und Autoren zu Wort melden und von ihrem persönlichen Bezug zu Shakespeare und ihrem Romanbeitrag erzählen – http://crownpublishing.com/hogarth-shakespeare/. Schaut mal rein, es lohnt sich – sehr inspirierend, äußerst lebendig und überaus informativ!

Wenn ihr darüber hinaus mehr über das Projekt wissen möchtet, dann empfehle ich euch ein kurzes Interview, das Ester Willbrandt, Nordwestradio, mit Claudia Vidoni, Programmleiterin Belletristik bei KNAUS, in ihrer Sendereihe Buchpiloten am 10.4.2016 geführt hat:

http://www.radiobremen.de/nordwestradio/sendungen/buchpiloten/audio163226-popup.html

Hier erfahrt ihr u.a., wie eng sich die Autorinnen und Autoren bei ihrem Transfer des klassischen Stoffs in die heutige Zeit an das ausgewählte Shakespeare-Werk gehalten haben, ob man zum Verständnis der Romane das Original kennen muss und ob durch die neue Version bzw. den Genrewechsel vom Drama hin zum Roman nicht etwas verloren geht. Sehr hörenswert!

Meine Antworten auf diese spannenden o.g. Fragen werde ich natürlich in meine jeweiligen Rezensionen mit einbinden.

Long live the Bard!


Bildnachweis: de.fotolia.com – © Alexandra Thompson
Buchcover: www.randomhouse.de
Zitat 1: „The readiness is all.“ – Shakespeare, William. Hamlet. Act 5, Scene 2. p. 146 (Wordsworth Classics).
Zitat 2: „We are such stuff as dreams are made on…“. Shakespeare, William. The Tempest. Act 4, Scene 1, p. 82 (Wordsworth Classics).